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IN/SU/LA Festival für zeitgenössische Kunst: Botschafter Luigi Mattiolo trifft eine Vertretung der Künstler, die 2020 am Festival auf der Insel Ventotene teilgenommen haben (4.12.2020)

Data:

06/01/2021


IN/SU/LA Festival für zeitgenössische Kunst: Botschafter Luigi Mattiolo trifft eine Vertretung der Künstler, die 2020 am Festival auf der Insel Ventotene teilgenommen haben (4.12.2020)

Gute Neujahrvorsätze für 2021! Wir mussten in 2020 viele sehr wichtige Veranstaltungen vertagen, darunter die Ausstellung outsight_landscapes (mit den Künstlern Luca Bertolo, Flavio de Marco, David Schnell und Matthias Weischer), die auf einer langen Zusammenarbeit mit dem deutsch-italienischen IN/SU/LA-Festival basiert. Am 4. Dezember, anlässlich der bevorstehenden Giornata del Contemporaneo in Italien haben wir uns mit einigen Künstlern und der Kuratorin des Festivals, Yvonne Andreini getroffen, um uns über das Jahr 2020, ihre Arbeit und Projekte sowie die Rolle der Kultur und des kulturellen Erbes für ein geeintes Europa in Vielfalt auszutauschen. Flavio de Marco, David Schnell, Matthias Weischer, Alexandra Wolframm sowie Luca Bertolo waren virtuell in der Botschaft zu Gast.

Im September 2020 empfing das IN/SU/LA-Festival auf der Insel Ventotene eine Gruppe von italienischen und deutschen zeitgenössischen Künstlern: Yvonne Andreini, Flavio de Marco, Nikolaus List, Daniel Mohr, Christian Schellenberger, David Schnell, Johanna Silbermann, Sibylle Springer, Matthias Weischer, Alexandra Wolframm, die sich seit Jahren mit dem Thema ‘Landschaft’ beschäftigen. Im Rahmen der Künstlerresidenz sind zahlreiche Arbeiten im Postkartenformat entstanden, welche die individuelle Auseinandersetzung mit solch einem kleinen, jedoch historisch betrachtet, besonders wichtigen Ort widerspiegeln.

Botschafter Luigi Mattiolo würdigte in seinem Beitrag die Ziele und die Arbeit des Festivals:

‘Gerade heute, in diesen Zeiten der Pandemie, ist Ihre Arbeit in Ventotene bedeutsam: zum einen aufgrund der Erforschung eines Ortes, der Schönheit repräsentiert, aber auch die Begrenztheit eines Territoriums erfahrbar macht, und zum anderen, aufgrund des Versuches, dort Perspektiven für zukünftige Partnerschaften zwischen der italienischen und deutschen Kunstszene auszuloten. (...) was die Kreativität und die künstlerische "Produktion" - wenn wir einen solchen ökonomisch besetzten Begriff verwenden dürfen - betrifft, so stimmt mich Ihre Artist-in-Residence-Erfahrung im vergangenen September, bei der Sie nach Abgeschiedenheit suchten, um noch tiefere Inspiration zu finden, auch hinsichtlich der Auswirkungen der Pandemie auf die zeitgenössische Kunst sehr optimistisch.’

Yvonne Andreini äußerte sich sehr erleichtert und hoffnungsvoll: ‘Ich bin sehr froh, dass wir es geschafft haben, trotz der außergewöhnlichen Situation in der wir uns alle befinden, dieses Jahr die Residency auf der Insel Ventotene stattfinden zu lassen.

Im September haben 10 deutsche und italienische Künstler, eine Woche auf Ventotene verbracht, dort gearbeitet, über den Begriff von Landschaft nachgedacht und sich ausgetauscht. Es ist mir sehr wichtig, gerade in diesen Zeiten über Begriffe wie Austausch, Europa, Grenzen und Zusammenhalt nicht nur nachzudenken sondern zu versuchen, immer wieder imaginäre und physische Räume wie IN/SU/LA zu schaffen, in denen dies möglich ist.

Ich hoffe sehr, dass wir nächstes Jahr in der italienischen Botschaft in Berlin die Resultate dieser Erfahrung ausstellen können. (...)

Ventotene ist mehr als nur ein malerischer Ort. Ventotene ist ein physischer Ort, aber auch ein innerer Raum, in dem jeder seine eigenen Grenzen erforschen kann und auch darüber hinausgehen kann. In Ventotene, einer Insel, die nicht einmal 2 Quadratkilometer Fläche erreicht, hat jemand den Mut gehabt, sich ein freies und geeintes Europa vorzustellen. Ventotene ist ein Labor, eine Gegenwart und ein Symbol, ein Mikrokosmos, in dem das umfassende Gefühl der menschlichen Einsamkeit und der Wunsch nach Austausch, das Gefühl von Begrenztheit und der Wunsch nach Freiheit enthalten sind. Gibt es einen besseren Raum, um über unsere "europäische" Zukunft nachzudenken? Einen besseren Ort, um neue Verbindungen zwischen Hoch- und Populärkultur zu suchen, um die Rolle des Künstlers in seiner Beziehung zur Gesellschaft neu zu definieren, um den Enthusiasmus für die Zusammenarbeit zwischen Künstlern aus verschiedenen Ländern wiederzuentdecken, Bindungen neu zu knüpfen, Grenzen zu überwinden, den Wert des Immateriellen wiederzuentdecken?’


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