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14.11.2022: Konferenz “No justice without life. The world towards justice without the death penalty”

Data:

15/11/2022


14.11.2022: Konferenz “No justice without life. The world towards justice without the death penalty”

In der Italienischen Botschaft fand die Konferenz "No justice without life. The world towards justice without the death penalty" statt. Im Mittelpunkt standen hierbei der Kampf gegen die Todesstrafe sowie die neuesten Entwicklungen im internationalen Vorgehen von Diplomatie und Zivilgesellschaft gegen Hinrichtungen. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft Sant'Egidio organisiert, die durch den Mitbegründer der Weltkoalition gegen die Todesstrafe und Koordinator mehrerer internationaler Initiativen mit der Gemeinschaft, Mario Marazziti, vertreten wurde. Die Konferenz erfolgte im Vorfeld des 8. Internationalen Kongresses zur Abschaffung der Todesstrafe, der morgen in Berlin eröffnet wird. An dem Treffen nahm die Staatssekretärin im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Internationale Kooperation Maria Tripodi teil, welche die italienische Regierung in den kommenden Tagen auf dem Kongress in Berlin vertreten wird. Darüber hinaus waren viele weitere an diesem Thema interessierte Akteurinnen und Akteure aus der diplomatischen Gemeinschaft und der Zivilgesellschaft anwesend.

"Italien will auf diese Weise seinen Einsatz in einem echten Kampf für Zivilisation bekräftigen, bei dem unser Land seit der Zeit von Cesare Beccaria immer an vorderster Front steht", sagte Botschafter Armando Varricchio in seiner Eröffnungsrede und unterstrich die Notwendigkeit, alle Anstrengungen im internationalen Kontext fortzusetzen, in dem im Laufe der Jahre durchaus bedeutende Fortschritte erzielt wurden. Diese Gedanken wurden auch von Staatssekretärin Tripodi aufgegriffen, die daran erinnerte, dass viele Staaten, wenn auch mit unterschiedlichen Rechtssystemen, Traditionen, Kulturen und Religionen, inzwischen das Moratorium für die Todesstrafe verabschiedet haben, und die den wertvollen Beitrag der Gemeinschaft Sant'Egidio zu diesem Ziel lobte. "Die Zunahme der Stimmen für das Moratorium im Dritten Ausschuss der Generalversammlung der Vereinten Nationen in der vergangenen Woche, die der Abstimmung im Dezember im Plenum vorausgeht, ist ein weiteres wichtiges Signal in diese Richtung."

Mario Marazziti lieferte weitere konkrete Daten, die den Erfolg der diplomatischen Initiative untermauern: "1976 hatten weltweit nur 16 Staaten die Todesstrafe abgeschafft. Heute wird sie in 144 Länder nicht mehr angewendet, da sie entweder per Gesetz oder de facto abgeschafft wurde." In den Vereinigten Staaten sind Hinrichtungen seit mehr als 20 Jahren auf einem historischen Tiefstand und in Afrika hat ein ganzer Kontinent "entschlossen den Weg der Gerechtigkeit ohne Todesstrafe eingeschlagen", fügte Marazziti hinzu. Anschließend betonte er den zielgerichteten Beitrag von Initiativen wie der weltweiten Bewegung "Städte für das Leben" oder der von Sant'Egidio gemeinsam mit Italien und der Europäischen Union geförderten Internationalen Justizministerkonferenzen.

Bei dem Treffen in der Botschaft waren auch direkte Zeuginnen und Zeugen sowie internationale Persönlichkeiten im weltweiten Kampf gegen die Todesstrafe zugegen. Zu ihnen gehörten Debra Milke und Antoinette Chahine, die erst zum Tode verurteilt und dann freigesprochen wurden, sowie der ehemalige Präsident der Mongolei Elbegdorj Tsakhia, der die 2017 erfolgte Abschaffung der Todesstrafe in seinem Land unterstützt hatte.

Zur Videoaufzeichnung der Veranstaltung klicken Sie HIER.

 

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