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25. November: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Data:

25/11/2022


25. November: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen beteiligen sich das italienische Außenministerium und sein Netzwerk im Ausland an der Sensibilisierungskampagne "UNITE! Activism to End Violence against Women & Girls Orange the World: End Violence against Women Now!” Diese von UN Women geförderte Initiative konzentriert sich 2022 auf den grundlegenden Beitrag von Bewegungen, Organisationen und zivilgesellschaftlichen Gruppen, einschließlich Frauen- und Mädchenaktivistinnen, um das Bewusstsein der öffentlichen Meinung für diese Themen zu schärfen. Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Internationale Zusammenarbeit bekräftigt seine Verpflichtung, die Bemühungen um die Gleichstellung der Geschlechter zu verstärken, und lädt alle dazu ein, wichtige neue Schritte in Richtung dieses Ziels zu unternehmen. Denn bis heute kann kein Land der Welt von sich behaupten, es tatsächlich erreicht zu haben.

Frauen und Mädchen sind weiterhin in vielen Regionen der Welt, insbesondere in bewaffneten Konflikten und Notsituationen, Opfer von Diskriminierung, Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung. Die schwierige Situation von Frauen, aber auch das Talent, der Mut und der Beitrag von Frauen zum Aufbau integrativer und widerstandsfähiger Gesellschaften sind ein zentrales Thema in einigen der schwersten aktuellen internationalen Krisen, von Afghanistan bis Äthiopien, von der Ukraine bis zum Iran. Die Folgen der Covid-19-Pandemie, Kriege und anhaltende Krisen haben die bereits bestehende Vulnerabilität verschärft und erheblich zum Anstieg von Fällen häuslicher Gewalt und Missbrauch beigetragen. Daten der Vereinten Nationen zeigen, dass auch heute noch jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens körperliche oder psychische Gewalt und Missbrauch erlebt. 2021 war jede zehnte Frau Opfer häuslicher Gewalt.

Angesichts dieser alarmierenden Zahlen verurteilt Italien erneut auf das Schärfste alle Formen von Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen als inakzeptabel und ernsthaftes Hindernis für die Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter, der tatsächlichen Wahrnehmung der Rechte und für die volle Entfaltung der Persönlichkeit.

Der Kampf gegen alle Formen von Diskriminierung, Gewalt und Missbrauch gegen Frauen und Mädchen ist eine vorrangige Aufgabe des außenpolitischen Handelns unseres Landes, welche das Außenministerium sowohl auf diplomatischer Ebene als auch durch Nothilfe- und Entwicklungskooperationsinitiativen verfolgt. Dies zeigen die zahlreichen internationalen Kampagnen, beispielsweise zur Ausrottung der Praxis der Genitalverstümmelung bei Frauen (MGF) sowie von Früh- und Zwangsehen, bei denen Italien immer an vorderster Front mitgewirkt hat.

Die Ziele der Beseitigung aller Formen von Gewalt gegen Frauen und des Empowerments von Frauen als zentrale Säulen des italienischen außenpolitischen Handelns und der Zusammenarbeit gehörten zu den Prioritäten von Italiens letzter Amtszeit im UN-Menschenrechtsrat (2019-2021), des italienischen G20-Vorsitzes im Jahr 2021 (mit der ersten hochrangigen Konferenz zum Thema Empowerment von Frauen und einer Ad-hoc-Veranstaltung zu afghanischen Frauen am Rande der UN-Generalversammlung) und des sechsmonatigen italienischen Vorsitzes im Ministerkomitee des Europarats (November 2021-Mai 2022), in dessen Rahmen Italien das "Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt" (oder "Istanbul-Konvention") unterstützt und fördert.

Die aktuellen Konflikte in vielen Regionen der Welt zeigen einmal mehr, dass Frauen und Mädchen in Kriegs- und Notsituationen besonders der Gefahr von Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind. Deshalb müssen wir unser Engagement gemeinsam mit allen Kräften der internationalen Gemeinschaft, einschließlich der Zivilgesellschaft, weiter verstärken, um dieses inakzeptable Vorgehen für immer zu unterbinden.

Innerhalb seiner internen Arbeitsorganisation fördert das Außenministerium weiterhin die Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern. Dies zeigt auch die Rundnote Nr. 3/2021 aus dem letzten Jahr, mit der sich das MAECI den höchsten Standards der Förderung von Geschlechtergleichstellung anpasst. Ebenso wurde mit der Rundnote Nr. 1/2022 vom 18. Januar über die Aktualisierung der Arbeitsmethoden und das Wohlbefinden des Personals die Notwendigkeit bekräftigt, in der täglichen Arbeit stets die konkrete Umsetzung des Verfassungsgrundsatzes der Gleichstellung hervorzuheben, der sowohl als Diskriminierungsverbot als auch als aktive Förderung von tatsächlicher Gleichstellung verstanden wird.

Weiterführende Informationen
Der Schutz und die Förderung der Rechte von Frauen, die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau sowie der Kampf gegen alle Formen von Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen und Mädchen sind Prioritäten des internationalen Handelns Italiens im multilateralen und regionalen Kontext sowie in den bilateralen Beziehungen mit anderen Staaten, in internationalen Organisationen und im Rahmen von Programmen der Entwicklungszusammenarbeit für die vollständige Verwirklichung des Ziels für nachhaltige Entwicklung SDG 5 der Agenda 2030, des EU-Aktionsplans für Menschenrechte und Demokratie 2020-2024 und der EU-Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter 2020-2025.

In diesem Zusammenhang wurden im Dezember 2020 die Leitlinien zur Gleichstellung der Geschlechter und zur Stärkung von Frauen und Mädchen (2020-2024) beschlossen, die von der staatlichen Organisation für Entwicklungszusammenarbeit AICS (Agenzia italiana per la cooperazione allo sviluppo) mit Unterstützung der Abteilung für Entwicklungszusammenarbeit (DGCS) des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten und Internationale Zusammenarbeit ausgearbeitet wurden. Die neuen Leitlinien zielen darauf ab, das Engagement der italienischen Zusammenarbeit für die Beseitigung geschlechtsspezifischer Diskriminierung durch Entwicklungsprojekte zu stärken und legen prioritäre Handlungsfelder fest.

Italiens Engagement für Female Empowerment zeigt sich in der starken Unterstützung für den Schutz, die Autonomie und die volle menschliche, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung jeder Frau. Dies drückt sich in spezifischen Initiativen aus, die von Frauen- und Mutter-Kind-Gesundheit sowie sexueller und reproduktiver Gesundheit über den Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung und Frühehen bis hin zur Unterstützung von Programmen zur Bildungsförderung für Mädchen und Frauen und Projekten zur Entwicklung des weiblichen Unternehmertums reichen.

Italien hat sich auch der OECD-DAC Recommendation vom 12. Juli 2019 zur Beendigung von sexueller Ausbeutung, Missbrauch und Belästigung in der Entwicklungshilfe und humanitären Hilfe angeschlossen. In diesem Zusammenhang hat Italien die "Null-Toleranz"-Politik und die Initiativen zur Stärkung der Mechanismen für Prävention, Meldung, Anzeige und Opferschutz konsequent unterstützt. Diese Themen gehörten zu den Prioritäten unserer letzten Amtszeit im UN-Menschenrechtsrat (2019-2021) und des sechsmonatigen italienischen Vorsitzes im Ministerkomitee des Europarats (November 2021-Mai 2022).

Italien unterstützt nachdrücklich die internationalen Kampagnen zur Beseitigung schädlicher Praktiken gegen Frauen und Mädchen, wie z.B. weibliche Genitalverstümmelung sowie Früh- und Zwangsehen. Darüber hinaus beteiligt sich Italien aktiv an den Verhandlungen über entsprechende Resolutionen der Generalversammlung (GV) und des Menschenrechtsrats und zahlt jährlich freiwillige Beiträge an zahlreiche Organisationen der Vereinten Nationen, die sich entschlossen für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen und Mädchen einsetzen (z.B. UNWOMEN, UNFPA, UNICEF). Selbige Organisationen erhalten außerdem Mittel aus der italienischen Entwicklungszusammenarbeit für die Umsetzung humanitärer Initiativen in den wichtigsten Krisenregionen, wie z.B. in Afghanistan, wo nach den Ereignissen im August 2021 Maßnahmen mit besonderem Fokus auf den Bedürfnissen von Frauen und Mädchen finanziert wurden.

Italien beteiligt sich durch Beiträge aus der italienischen Entwicklungszusammenarbeit aktiv an multilateralen Programmen zur Beseitigung von Genitalverstümmelung bei Frauen sowie von Früh- und Zwangsehen.

Italien unterstützt internationale Initiativen zur Verhinderung von sexueller Gewalt in Konflikten und Notsituationen, wie “Call to Action on Protection from Gender-Based Violence in Emergencies”.

Auf nationaler Ebene beteiligt sich das MAECI mit einem eigenen Vertreter an der Beobachtungsstelle zu Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Dies erfolgt im Rahmen des vom Ministerium für Gleichstellung verabschiedeten "Nationalen Strategieplans zur Bekämpfung männlicher Gewalt gegen Frauen 2021-2023".


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