﻿{"id":596,"date":"2022-12-12T15:10:56","date_gmt":"2022-12-12T14:10:56","guid":{"rendered":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/italia-e-germania\/diplomazia-scientifica\/scienza-e-tecnologia-in-germania\/"},"modified":"2024-12-20T12:33:56","modified_gmt":"2024-12-20T11:33:56","slug":"scienza-e-tecnologia-in-germania","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/italia-e-germania\/diplomazia-scientifica\/scienza-e-tecnologia-in-germania\/","title":{"rendered":"Wissenschaft und Technologie"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Gem\u00e4\u00df den neuesten verf\u00fcgbaren Zahlen (Bundesbericht Forschung und Innovation 2024) beliefen sich die deutschen Investitionen in Forschung und Entwicklung in den Jahren 2020, 2021 und 2022 auf 106,6, 113,2 bzw. 121,4 Mrd. Euro. Setzt man den Mittelwert dieser Betr\u00e4ge ins Verh\u00e4ltnis zum durchschnittlichen BIP selbiger Jahre, ergibt sich ein Anteil von 3,13 %, gegen\u00fcber dem nationalen Ziel von 3,5 % bis 2025.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aufschl\u00fcsselung nach \u00f6ffentlichem und privatem Sektor zeigt, dass 67,4 % der Investitionen vom privaten Bereich getragen werden (62,8 % im Jahr 2021). Das ist untypisch f\u00fcr Europa, da dieser Wert im EU-Durchschnitt bei 56 %, in Gro\u00dfbritannien und Italien jeweils bei 52 % und in Frankreich bei 66 % liegt. Somit ist er eher vergleichbar mit Japan (79 %) und den USA (79 %). Ein relativ gro\u00dfer Teil n\u00e4mlich fast ein Drittel dieser Investitionen entf\u00e4llt auf die Automobilindustrie (siehe unten).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der \u00f6ffentliche Anteil an den Investitionen betr\u00e4gt dagegen rund 30,3 % der Gesamtinvestitionen (6,9 % der Mittel kommen aus dem Ausland). Die Investitionen des Bundes in H\u00f6he von rund 22 Mrd. Euro werden vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (13,2 Mrd.), dem Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz (4,9 Mrd.) und rund 20 weiteren Bundesbeh\u00f6rden verteilt, die den Rest \u00fcbernehmen. Schl\u00fcsselt man die Bundesmittel in H\u00f6he von etwa 15 Mrd. nach Wissenschafts- bzw. Technologiebereichen auf, so sind die wichtigsten Bereiche die medizinische Forschung (3,6 Mrd.) sowie die Luft- und Raumfahrt (2,0 Mrd.). Danach folgen mit jeweils etwa 1,4 Mrd. Energie, Klima, Milit\u00e4rforschung, IT und Telekommunikation, Gro\u00dfger\u00e4te, Human- und Sozialwissenschaften sowie Innovationsfinanzierung in kleinen und mittleren Unternehmen. Die regionalen Investitionen belaufen sich auf insgesamt fast 16 Mrd. und reichen als Anteil am regionalen BIP von 1,5 % in Sachsen bis 5,64 % in Baden-W\u00fcrttemberg. In absoluten Zahlen ist Nordrhein-Westfalen mit 3,1 Mrd. der gr\u00f6\u00dfte Geldgeber, gefolgt von Bayern mit 2,4 Mrd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gesamtausgaben f\u00fcr Bildung liegen seit einigen Jahren bei etwa 6,5 % des BIP, sind in absoluten Zahlen jedoch parallel zum BIP gestiegen: +25 % seit 2010, derzeit 218 Milliarden. Das Gesamtbudget f\u00fcr Forschung und Bildung steigt im Verh\u00e4ltnis zum BIP leicht an (derzeit rund 10 %), in absoluten Zahlen ist es seit 2010 allerdings um rund 30 % gestiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zahl der in der Forschung Besch\u00e4ftigten liegt derzeit bei etwa 785 000 und ist damit gegen\u00fcber 753 000 im Jahr 2021 leicht gestiegen (zum Vergleich: 2010 lag die Zahl noch bei 548 000). Das entspricht etwa 1,6 % der Gesamtbesch\u00e4ftigten (Italien 1 %, Schweden 2 %), von denen sich mehr als die H\u00e4lfte auf Baden-W\u00fcrttemberg und Bayern konzentrieren. In dieser Hinsicht hat Deutschland eine \u00e4hnliche Wachstumsrate wie China und liegt nur unter der von S\u00fcdkorea.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Vergleich dazu gibt Italien insgesamt 1,45 % des BIP f\u00fcr Forschung aus und liegt damit nahe am Landesziel von 1,53 %. Daraus ergeben sich Gesamtinvestitionen von 415 Euro pro Kopf im Vergleich zu 1300 Euro in Deutschland. Die \u00f6ffentlichen Investitionen liegen n\u00e4her beieinander: Italiens Anteil an den Gesamtinvestitionen betr\u00e4gt 48 % gegen\u00fcber 31 % in Deutschland, was 210 Euro pro Kopf gegen\u00fcber 375 Euro pro Kopf entspricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine ausf\u00fchrlichere Beschreibung des deutschen Forschungssystems ist <a href=\"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Il_sistema_della_ricerca_in_Germania-1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>HIER<\/strong><\/a> (auf Italienisch) verf\u00fcgbar<strong>.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Italienische Pr\u00e4senz in Forschungseinrichtungen<\/strong><br \/>\nLaut Statistischem Bundesamt und DZHW ist Italien nach China, Indien, Syrien, \u00d6sterreich, T\u00fcrkei, Iran und Russland das achte Herkunftsland von ausl\u00e4ndischen Studierenden (\u00fcber 10 000). 7000 von ihnen wollen in Deutschland ihren Abschluss machen, das hei\u00dft sie sind dauerhaft und nicht nur im Rahmen eines Austauschs hier.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Italien steht au\u00dferdem nach Spanien, Frankreich und dem Vereinigten K\u00f6nigreich an vierter Stelle der Ziell\u00e4nder f\u00fcr Erasmus-Studierende aus Deutschland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit 4439 Besch\u00e4ftigten ist Italien auch das zweite Herkunftsland von internationalem wissenschaftlichen Personal an deutschen Hochschulen (nach 5018 aus Indien und gefolgt von 4258 aus China und 3156 aus \u00d6sterreich). Davon sind 340 Universit\u00e4tsprofessorinnen und -professoren, welche die zweitgr\u00f6\u00dfte nationale Gruppe nach dem Hochschulpersonal aus \u00d6sterreich (754) und vor dem aus der Schweiz (3335) bilden. Auch bei den Besch\u00e4ftigten in den vier gr\u00f6\u00dften Forschungsinstituten (MPG, Helmholtz, FhG, Leibniz) liegt Italien mit 1385 Forschenden (9 % des ausl\u00e4ndischen Personals) nach Indien (1560) und China (1554) an dritter Stelle. Insgesamt sind somit rund 5800 Italienerinnen und Italiener in deutschen Forschungseinrichtungen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gem\u00e4\u00df den neuesten verf\u00fcgbaren Zahlen (Bundesbericht Forschung und Innovation 2024) beliefen sich die deutschen Investitionen in Forschung und Entwicklung in den Jahren 2020, 2021 und 2022 auf 106,6, 113,2 bzw. 121,4 Mrd. Euro. Setzt man den Mittelwert dieser Betr\u00e4ge ins Verh\u00e4ltnis zum durchschnittlichen BIP selbiger Jahre, ergibt sich ein Anteil von 3,13 %, gegen\u00fcber dem [&hellip;]","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"parent":114,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-596","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/596","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=596"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/596\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13151,"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/596\/revisions\/13151"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=596"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}