﻿{"id":19189,"date":"2025-12-12T11:52:42","date_gmt":"2025-12-12T10:52:42","guid":{"rendered":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/?p=19189"},"modified":"2025-12-16T14:55:03","modified_gmt":"2025-12-16T13:55:03","slug":"celebrata-con-un-evento-in-ambasciata-la-ricorrenza-dei-70-anni-dellaccordo-bilaterale-sulla-manodopera-11-12-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/news\/dall_ambasciata\/2025\/12\/celebrata-con-un-evento-in-ambasciata-la-ricorrenza-dei-70-anni-dellaccordo-bilaterale-sulla-manodopera-11-12-2025\/","title":{"rendered":"Feier zum 70-j\u00e4hrigen Bestehen des Anwerbeabkommens in der Botschaft (11.12.2025)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">In der Botschaft wurde der 70. Jahrestag der am 20. Dezember 1955 unterzeichneten Vereinbarung \u00fcber die Anwerbung und Vermittlung von italienischen Arbeitskr\u00e4ften in die Bundesrepublik Deutschland gefeiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Veranstaltung erinnerte an die historische, gesellschaftliche und europ\u00e4ische Bedeutung dieses Abkommens und w\u00fcrdigte die Gastarbeiter sowie die nach Deutschland ausgewanderte italienische Gemeinschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr Migration, Fl\u00fcchtlinge und Integration, Natalie Pawlik, in ihrer Er\u00f6ffnungsrede betonte, war der Beitrag der italienischen Arbeiterinnen und Arbeiter zum Wiederaufbau Deutschlands nach dem Krieg von entscheidender Bedeutung: \u201eDiese mutigen Italienerinnen und Italiener verdienen unsere Dankbarkeit\u201d, erkl\u00e4rte sie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Botschafter Fabrizio Bucci erinnerte an die Rede von Staatspr\u00e4sident Sergio Mattarella in Berlin und betonte, dass das Abkommen ein Vorl\u00e4ufer der Europ\u00e4ischen Union war: \u201eW\u00e4hrend mit den R\u00f6mischen Vertr\u00e4gen von 1957 die Gr\u00fcndung der Europ\u00e4ischen Wirtschaftsgemeinschaft vorbereitet wurde, begannen unsere Landsleute mit ihrer Arbeit und ihrer Opferbereitschaft ganz konkret mit dem Aufbau Europas. Dank ihnen haben wir heute die Europ\u00e4ische Union, wie wir sie kennen. Zwar ist sie nicht perfekt, aber die Europ\u00e4ische Union stellt dennoch ein weltweit einzigartiges politisches, wirtschaftliches, gesellschaftliches und kulturelles Aufbauwerk dar.\u201c Botschafter Bucci schloss mit den Worten: \u201eAuch wenn sie nicht in Kraft getreten ist, beh\u00e4lt die Charta der Grundrechte der Europ\u00e4ischen Union dennoch ihre ganze Kraft und Aktualit\u00e4t, wenn sie die Europ\u00e4ische Union als \u201ebevorzugten Horizont menschlicher Hoffnung\u201c bezeichnet. Denn sie f\u00f6rdert den Frieden und die b\u00fcrgerlichen, sozialen und wirtschaftlichen Rechte europ\u00e4ischer B\u00fcrger. Denn sie stellt eine gemeinsame Zukunft auf der Grundlage gemeinsamer Prinzipien und Werte sicher. Darin besteht die wahre und echte St\u00e4rke der Europ\u00e4ischen Union.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Botschafter betonte au\u00dferdem, dass die Rolle der Italiener in Deutschland bis heute von grundlegender Bedeutung ist: \u201eDer Begriff Gastarbeiter ist heute \u00fcberholt. Die Italiener in Deutschland sind keine G\u00e4ste mehr, sondern ein aktiver und umfassend integrierter Bestandteil der Gesellschaft dieses Landes. \u00dcber 900.000 Italiener leben hier, davon ein Drittel mit doppelter Staatsangeh\u00f6rigkeit, 5000 Forscher und Wissenschaftler, mehr als 2000 Unternehmen. Eine tief verwurzelte, produktive und konstruktive Pr\u00e4senz.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend der Veranstaltung wurde eine Ausstellung mit Dokumenten aus der Sammlung der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit zur Entwicklung der Besch\u00e4ftigungspolitik in Deutschland er\u00f6ffnet, welche die st\u00e4ndigen Bem\u00fchungen um die Integration der italienischen Gemeinschaft in die deutsche Gesellschaft belegte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anschlie\u00dfend folgten ein Konzert der S\u00e4ngerin Etta Scollo und die Vorf\u00fchrung des Dokumentarfilms \u201eUn sogno italiano (Ein italienischer Traum)\u201d des Regisseurs Fausto Caviglia, produziert von Orisa Produzioni von Cristiano Bortone und Latteplus Berlin Filmproduction. Der Film zeigte anhand von pers\u00f6nlichen Geschichten und Fallbeispielen die Entwicklung der italienischen kulturellen Pr\u00e4senz in Deutschland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem B\u00fcro der Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr Migration, Fl\u00fcchtlinge und Integration organisiert.<\/p>\n<p>Photos:\u00a0\u00a9\u00a0Ege Kavaz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der Botschaft wurde der 70. Jahrestag der am 20. Dezember 1955 unterzeichneten Vereinbarung \u00fcber die Anwerbung und Vermittlung von italienischen Arbeitskr\u00e4ften in die Bundesrepublik Deutschland gefeiert. Die Veranstaltung erinnerte an die historische, gesellschaftliche und europ\u00e4ische Bedeutung dieses Abkommens und w\u00fcrdigte die Gastarbeiter sowie die nach Deutschland ausgewanderte italienische Gemeinschaft. 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