﻿{"id":22065,"date":"2026-06-12T11:09:59","date_gmt":"2026-06-12T09:09:59","guid":{"rendered":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/?p=22065"},"modified":"2026-06-15T14:42:57","modified_gmt":"2026-06-15T12:42:57","slug":"allambasciata-il-german-italian-eurospace-forum-alla-presenza-di-samanta-cristoforetti-10-06-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/news\/dall_ambasciata\/2026\/06\/allambasciata-il-german-italian-eurospace-forum-alla-presenza-di-samanta-cristoforetti-10-06-2026\/","title":{"rendered":"Deutsch-Italienisches Aerospace-Forum in Anwesenheit von Samanta Cristoforetti in der Botschaft \u2013 10.06.2026"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Botschaft hat am Mittwochabend das Deutsch-Italienische Aerospace-Forum ausgerichtet. Die Veranstaltung wurde von der Italienischen Handelskammer f\u00fcr Deutschland (Itkam) anl\u00e4sslich des Beginns der ILA in Berlin, einer der weltweit bedeutendsten Luft- und Raumfahrtmessen, organisiert. Wie in mehreren Redebeitr\u00e4gen betont wurde, ist der Weltraum zu einem wesentlichen Faktor f\u00fcr wissenschaftlichen Fortschritt, aber auch f\u00fcr Wirtschaft, industrielle Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Umweltschutz geworden. Vor allem aber muss in diesem Bereich die europ\u00e4ische Souver\u00e4nit\u00e4t zum Ausdruck kommen. Dies bekr\u00e4ftigte auch Botschafter Fabrizio Bucci in seiner Er\u00f6ffnungsrede: \u201eDer autonome und zuverl\u00e4ssige Zugang zum Weltraum ist ein Schl\u00fcsselelement der technologischen und strategischen Leistungsf\u00e4higkeit Europas. Es handelt sich zudem um einen Sektor, in dem Innovation, Industriepolitik und Sicherheitsinteressen zusammenlaufen\u201c, wobei er betonte, dass unser Kontinent auch im spezifischen Bereich der Tr\u00e4gerraketen in der Lage sein muss, wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt mit industriellem Wachstum zu verbinden. Der Botschafter erinnerte zudem: \u201eSeit dem Start von San Marco 1 im Jahr 1964 hat Italien eine f\u00fchrende Rolle in der internationalen Raumfahrt gespielt. Heute tragen die italienische Industrie und Forschung zu einigen der fortschrittlichsten europ\u00e4ischen und internationalen Programme bei, von bemannten Raumfl\u00fcgen bis zur Erdbeobachtung, von der Weltraumerforschung bis hin zu Telekommunikation und Tr\u00e4gersystemen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Botschafter bekr\u00e4ftigte zudem, dass das Ausrichten des Forums f\u00fcr ihn eine Freude und auch eine gro\u00dfartige Gelegenheit war. Denn es eignet sich perfekt zur Umsetzung einer Wirtschaftsdiplomatie, die sich in den Dienst strategischer Sektoren stellt: Botschaften k\u00f6nnen als Plattformen dienen, auf denen Institutionen, Unternehmen, Forscher und innovative Kr\u00e4fte zusammenkommen, gemeinsame Interessen ausmachen und neue Kooperationsformen aufbauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anwesend war auch der Generaldirektor der ESA, Josef Aschbacher, der an das vor wenigen Wochen in der Italienischen Botschaft unterzeichnete Abkommen zwischen der Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation und der japanischen Weltraumagentur erinnerte. Vor allem dankte Generaldirektor Aschbacher Italien und Deutschland f\u00fcr ihren Beitrag zum Gipfel in Bremen Ende November 2025 und f\u00fcr die Unterzeichnung verschiedener Programme der Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation, als \u201eein Beweis f\u00fcr gro\u00dfes Vertrauen in die ESA\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ehrengast des Abends war die Astronautin Samanta Cristoforetti, die in einer Rede die bevorstehenden Herausforderungen f\u00fcr unseren Kontinent aufzeigte. Ihrer Ansicht nach darf Europa nicht auf Autarkie setzen, sondern muss in der Lage sein, \u201edurchaus ein verl\u00e4sslicher, aber auch starker Partner zu sein. Ein Partner also, der bei Entscheidungen ma\u00dfgeblich mitreden kann. Ein Partner, der Optionen hat. Ein Partner, der einmal mehr die strategische Freiheit besitzt, seinen eigenen Weg zu gehen\u201c. Samanta Cristoforetti begeisterte das anwesende Publikum mit wundersch\u00f6nen Fotos der Erde, die von der Besatzung aufgenommen wurden, die k\u00fcrzlich den Mond umflogen hat. Sie schloss mit den Worten: \u201eEs gibt eine europ\u00e4ische technologische Autonomie, und es gibt eine solide europ\u00e4ische Industrie, die Besatzungen zum Mond bringen kann. Das wird nicht in vier oder f\u00fcnf Jahren geschehen. Das zu glauben, w\u00e4re verr\u00fcckt. Aber ich hoffe zumindest, dass wir auf die Frage \u201awo steht Europa?\u2018 sagen k\u00f6nnen: \u201aWir sind auf dem richtigen Weg und kommen schnell voran.\u2018<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf ihren Vortrag folgte eine Diskussion zwischen einigen Unternehmen der Branche mit H\u00e9l\u00e8nen Huby (The Exploration Company), Giuseppe La Marca (MHP \u2013 Porsche Company), Lorenzo Rossi (Technologycom) und Giovanni Zoccali (ELT Group).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die W\u00fcrdigung von Luca Parmitano durfte nicht fehlen. Dieser italienische Astronaut wurde von der NASA als Pilot f\u00fcr die f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr geplante Artemis-IV-Mission ausgew\u00e4hlt \u2013 ein entscheidender Schritt, um die Menschheit wieder auf den Mond zu bringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Credit Photos: Mateusz Sk\u00f3ra<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Botschaft hat am Mittwochabend das Deutsch-Italienische Aerospace-Forum ausgerichtet. Die Veranstaltung wurde von der Italienischen Handelskammer f\u00fcr Deutschland (Itkam) anl\u00e4sslich des Beginns der ILA in Berlin, einer der weltweit bedeutendsten Luft- und Raumfahrtmessen, organisiert. 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