﻿{"id":3586,"date":"2023-01-25T10:42:10","date_gmt":"2023-01-25T09:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/news\/dall_ambasciata\/2023\/01\/24-01-2023-tavola-rotonda-rare-2\/"},"modified":"2023-01-25T10:42:10","modified_gmt":"2023-01-25T09:42:10","slug":"24-01-2023-tavola-rotonda-rare-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/news\/dall_ambasciata\/2023\/01\/24-01-2023-tavola-rotonda-rare-2\/","title":{"rendered":"24.01.2023: Podiumsdiskussion \u201cRare Earth elements and the materials for the twin transition: a challenge for the European strategic autonomy\u201d"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Wie k\u00f6nnen Italien und Deutschland zusammenarbeiten, um f\u00fcr die Versorgung mit Rohstoffen und Seltenen Erden die richtigen Priorit\u00e4ten in der europ\u00e4ischen Agenda zu setzen? So lautete das zentrale Diskussionsthema der Veranstaltung \u201cRare Earth elements and the materials for the twin transition: a challenge for the European strategic autonomy\u201d, die heute in der Italienischen Botschaft in Berlin stattgefunden hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Podiumsdiskussion bot einen Rahmen f\u00fcr den Gedankenaustausch unter zahlreichen Fachleuten, die unmittelbar in dieses Thema von wachsender strategischer Bedeutung involviert sind. Zu ihnen z\u00e4hlten die Staatssekret\u00e4rin im Ministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz <strong>Franziska Brantner<\/strong>, die Direktoren der ERMA (European Raw Materials Alliance) <strong>Massimo Gasparon<\/strong> und der DERA (Deutsche Rohstoffagentur) <strong>Dr. Peter Buchholz<\/strong> sowie der Koordinator des Runden Tisches zum Thema Rohstoffe im Ministerium f\u00fcr Unternehmen und die F\u00f6rderung von \u201eMade in Italy\u201c, <strong>Giacomo Vigna<\/strong>. An der Veranstaltung nahmen auch hochrangige Vertreter des BDI und anderer Branchenverb\u00e4nde, der Confindustria, des Bundestags sowie Vertreter aus Wissenschaft und Think-Tanks teil.<br \/>Ausgangspunkt f\u00fcr das heutige Treffen war die Erkenntnis, dass die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen, die zur Unterst\u00fctzung des zweifachen Wandels in Sachen Nachhaltigkeit und Digitalisierung ben\u00f6tigt werden, in naher Zukunft deutlich steigen wird, da fossile Technologien schrittweise zugunsten neuer Transformationsprozesse aufgegeben werden. Bei der Gewinnung und Verarbeitung dieser Mineralien sind Europa und damit auch Deutschland stark von einigen wenigen L\u00e4ndern abh\u00e4ngig: Mehr als 80 Prozent der Seltenen Erden werden in China gewonnen oder verarbeitet, w\u00e4hrend S\u00fcdafrika und Russland eine dominierende Stellung beim Abbau von Platin und Palladium einnehmen. Mit dem erwarteten exponentiellen Anstieg der Nachfrage nach diesen Rohstoffen k\u00f6nnten sich diese Abh\u00e4ngigkeiten noch weiter verfestigen und sich negativ auf die Volkswirtschaften auswirken.<br \/>Deutschland und Italien haben als erst- bzw. zweitst\u00e4rkste Fertigungsindustrie Europas ein gemeinsames Interesse daran, auch auf europ\u00e4ischer Ebene eine nachhaltige und widerstandsf\u00e4hige Strategie f\u00fcr die europ\u00e4ische Industrie sicherzustellen. Auch mit Blick auf die Ausarbeitung des &#8222;European Critical Raw Materials Act\u201c im europ\u00e4ischen Kontext, dessen Abschluss im M\u00e4rz erwartet wird, sollte die heutige Podiumsdiskussion eine Ann\u00e4herung der Positionen voranbringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Der Zweijahreszeitraum 2021-2022 wird wahrscheinlich als ein entscheidender Moment des Wandels in die Geschichte eingehen, der den Weg f\u00fcr eine Neudefinition der Rolle der Geopolitik und der internationalen Beziehungen ge\u00f6ffnet hat&#8220;, bemerkte <strong>Botschafter Armando Varricchio<\/strong> einleitend. Die globale Versorgung mit so genannten kritischen Rohstoffen entzieht sich dieser Entwicklung nicht, sondern ist bereits ein integraler Bestandteil davon, fuhr der Botschafter fort, der dann betonte, dass es ein neues, komplexes Gleichgewicht zwischen dem Streben nach europ\u00e4ischer strategischer Autonomie und dem Schutz des freien internationalen Marktes zu finden gilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Ansicht von Staatssekret\u00e4rin <strong>Franziska Brantner<\/strong> haben Ereignisse wie die Pandemie und der Krieg in der Ukraine die Abh\u00e4ngigkeit von globalen Lieferketten und die Risiken f\u00fcr die Rohstoffversorgung deutlich gemacht. &#8222;Das gilt f\u00fcr alle EU-L\u00e4nder, aber besonders f\u00fcr Deutschland und Italien als Fertigungswirtschaften. Daher ist eine Diversifizierung der Versorgungswege besonders aufgrund der asymmetrischen Abh\u00e4ngigkeit von China dringend notwendig.&#8220;<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"resource\/img\/2023\/01\/botschafter_varricchio.jpg\" alt=\"botschafter varricchio\" width=\"450\" height=\"300\" \/><\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"resource\/img\/2023\/01\/podiumsdiskussion1.jpg\" alt=\"podiumsdiskussion1\" width=\"450\" height=\"300\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"resource\/img\/2023\/01\/podiumsdiskussion.jpg\" alt=\"podiumsdiskussion\" width=\"450\" height=\"300\" \/><\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"resource\/img\/2023\/01\/podiumsdiskussion3.jpg\" alt=\"podiumsdiskussion3\" width=\"450\" height=\"300\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: right;\">\u00a9 Dario-Jacopo Lagan\u00e0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie k\u00f6nnen Italien und Deutschland zusammenarbeiten, um f\u00fcr die Versorgung mit Rohstoffen und Seltenen Erden die richtigen Priorit\u00e4ten in der europ\u00e4ischen Agenda zu setzen? 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