﻿{"id":3616,"date":"2022-11-15T16:29:14","date_gmt":"2022-11-15T15:29:14","guid":{"rendered":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/news\/dall_ambasciata\/2022\/11\/12-11-2022-conferenza-no-justice-2\/"},"modified":"2022-11-15T16:29:14","modified_gmt":"2022-11-15T15:29:14","slug":"12-11-2022-conferenza-no-justice-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/news\/dall_ambasciata\/2022\/11\/12-11-2022-conferenza-no-justice-2\/","title":{"rendered":"14.11.2022: Konferenz \u201cNo justice without life. The world towards justice without the death penalty\u201d"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">In der <strong>Italienischen Botschaft<\/strong> fand die Konferenz <strong>&#8222;No justice without life. The world towards justice without the death penalty&#8220;<\/strong> statt. Im Mittelpunkt standen hierbei der Kampf gegen die Todesstrafe sowie die neuesten Entwicklungen im internationalen Vorgehen von Diplomatie und Zivilgesellschaft gegen Hinrichtungen. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der <strong>Gemeinschaft Sant&#8217;Egidio<\/strong> organisiert, die durch den Mitbegr\u00fcnder der Weltkoalition gegen die Todesstrafe und Koordinator mehrerer internationaler Initiativen mit der Gemeinschaft, <strong>Mario Marazziti<\/strong>, vertreten wurde. Die Konferenz erfolgte im Vorfeld des 8. Internationalen Kongresses zur Abschaffung der Todesstrafe, der morgen in Berlin er\u00f6ffnet wird. An dem Treffen nahm die <strong>Staatssekret\u00e4rin im Ministerium f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten und Internationale Kooperation Maria Tripodi<\/strong> teil, welche die italienische Regierung in den kommenden Tagen auf dem Kongress in Berlin vertreten wird. Dar\u00fcber hinaus waren viele weitere an diesem Thema interessierte Akteurinnen und Akteure aus der diplomatischen Gemeinschaft und der Zivilgesellschaft anwesend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Italien will auf diese Weise seinen Einsatz in einem echten Kampf f\u00fcr Zivilisation bekr\u00e4ftigen, bei dem unser Land seit der Zeit von Cesare Beccaria immer an vorderster Front steht&#8220;, sagte <strong>Botschafter Armando Varricchio<\/strong> in seiner Er\u00f6ffnungsrede und unterstrich die Notwendigkeit, alle Anstrengungen im internationalen Kontext fortzusetzen, in dem im Laufe der Jahre durchaus bedeutende Fortschritte erzielt wurden. Diese Gedanken wurden auch von <strong>Staatssekret\u00e4rin Tripodi<\/strong> aufgegriffen, die daran erinnerte, dass viele Staaten, wenn auch mit unterschiedlichen Rechtssystemen, Traditionen, Kulturen und Religionen, inzwischen das Moratorium f\u00fcr die Todesstrafe verabschiedet haben, und die den wertvollen Beitrag der Gemeinschaft Sant&#8217;Egidio zu diesem Ziel lobte. &#8222;Die Zunahme der Stimmen f\u00fcr das Moratorium im Dritten Ausschuss der Generalversammlung der Vereinten Nationen in der vergangenen Woche, die der Abstimmung im Dezember im Plenum vorausgeht, ist ein weiteres wichtiges Signal in diese Richtung.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mario Marazziti<\/strong> lieferte weitere konkrete Daten, die den Erfolg der diplomatischen Initiative untermauern: &#8222;1976 hatten weltweit nur 16 Staaten die Todesstrafe abgeschafft. Heute wird sie in 144 L\u00e4nder nicht mehr angewendet, da sie entweder per Gesetz oder de facto abgeschafft wurde.&#8220; In den Vereinigten Staaten sind Hinrichtungen seit mehr als 20 Jahren auf einem historischen Tiefstand und in Afrika hat ein ganzer Kontinent &#8222;entschlossen den Weg der Gerechtigkeit ohne Todesstrafe eingeschlagen&#8220;, f\u00fcgte <strong>Marazziti<\/strong> hinzu. Anschlie\u00dfend betonte er den zielgerichteten Beitrag von Initiativen wie der weltweiten Bewegung &#8222;St\u00e4dte f\u00fcr das Leben&#8220; oder der von Sant&#8217;Egidio gemeinsam mit Italien und der Europ\u00e4ischen Union gef\u00f6rderten Internationalen Justizministerkonferenzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei dem Treffen in der Botschaft waren auch direkte Zeuginnen und Zeugen sowie internationale Pers\u00f6nlichkeiten im weltweiten Kampf gegen die Todesstrafe zugegen. Zu ihnen geh\u00f6rten <strong>Debra Milke<\/strong> und <strong>Antoinette Chahine<\/strong>, die erst zum Tode verurteilt und dann freigesprochen wurden, sowie der <strong>ehemalige Pr\u00e4sident der Mongolei Elbegdorj Tsakhia<\/strong>, der die 2017 erfolgte Abschaffung der Todesstrafe in seinem Land unterst\u00fctzt hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Videoaufzeichnung der Veranstaltung klicken Sie <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=jhF1d5nKab8&#038;t=4677s\"><strong>HIER<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"resource\/img\/2022\/11\/tripodi3.jpg\" alt=\"tripodi3\" width=\"500\" height=\"375\" \/><\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"resource\/img\/2022\/11\/tripodi4.jpg\" alt=\"tripodi4\" width=\"300\" height=\"401\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"resource\/img\/2022\/11\/tripodi10.jpg\" alt=\"tripodi10\" width=\"400\" height=\"534\" \/><\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"resource\/img\/2022\/11\/tripodi6.jpg\" alt=\"tripodi6\" width=\"400\" height=\"533\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der Italienischen Botschaft fand die Konferenz &#8222;No justice without life. 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