﻿{"id":4392,"date":"2018-02-28T09:28:31","date_gmt":"2018-02-28T08:28:31","guid":{"rendered":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/news\/dall_ambasciata\/2018\/02\/il-1-marzo-all-ambasciata-d-italia-2\/"},"modified":"2018-02-28T09:28:31","modified_gmt":"2018-02-28T08:28:31","slug":"il-1-marzo-all-ambasciata-d-italia-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/news\/dall_ambasciata\/2018\/02\/il-1-marzo-all-ambasciata-d-italia-2\/","title":{"rendered":"Zweite Auflage des Italian Design Day am 1. M\u00e4rz in der Italienischen Botschaft Berlin mit Ausblick auf die Mail\u00e4nder Triennale 2019: Die Beziehungen zwischen Design Economy und Nachhaltigkeit in Zeiten des digitalen Wandels"},"content":{"rendered":"<p>Ein Jahr nach der ersten Ausgabe veranstaltet die Italienische Botschaft in Berlin am 1. M\u00e4rz erneut den Italian Design Day. Bei dieser vom italienischen Au\u00dfenministerium in Zusammenarbeit mit der Mail\u00e4nder Triennale und der Mail\u00e4nder M\u00f6belmesse konzipierten Vernetzungsinitiative widmen sich am gleichen Tag weltweit in \u00fcber 100 St\u00e4dten 100 \u201cBotschafter des italienischen Designs\u201d einem gemeinsamen Thema. An der Berliner Etappe in Anwesenheit des Italienischen Botschafters <strong>Pietro Benassi<\/strong> und moderiert von <strong>Angelika M\u00fcller<\/strong> (Herausgeberin von Home) nehmen teil:<strong> Luisa Bocchietto<\/strong>, Pr\u00e4sidentin der World Design Organization und Italian Design Ambassador; <strong>Stefano Boeri<\/strong>, Ordentlicher Professor am Polytechnikum Mailand und Gr\u00fcnder von Stefano Boeri Architetti;<strong> Alessandro Colombo<\/strong>, Direktor des Istituto Europeo di Design;<strong> Luca De Biase<\/strong>, Innovationsredakteur bei Il Sole 24 Ore und Nova24; <strong>Carlo Gasparini<\/strong>, Produktdirektor bei Alessi; <strong>Christian Nell<\/strong>, Referatsleiter strategische Kommunikation in der Kulturabteilung des Ausw\u00e4rtigen Amts; <strong>Fritz Reusswig<\/strong>, Wissenschaftler am Potsdam Institute for Climate Impact Research; <strong>Enrica Arena<\/strong>, Mitbegr\u00fcnderin von Orange Fiber, <strong>Maurizio Montalti<\/strong>, Designer, Officina Corpuscoli und Mitbegr\u00fcnder von Mogu; <strong>Birgit Weller<\/strong>, Leiterin des Fachgebiets Industriedesign an der Hochschule f\u00fcr Technik und Wirtschaft Berlin und Mitglied im Vorstand des Internationalen Designzentrums Berlin.<\/p>\n<p>Der Design Day 2018 befasst sich mit den Beziehungen zwischen Design und Nachhaltigkeit und ist inspiriert vom Thema \u201cBroken Nature\u201d, das im Mittelpunkt der 22. Internationalen Ausstellung der Triennale in Mailand 2019 steht. Die Nachhaltigkeitspolitik ist heute in der Tat ein zentrales Thema sowohl im Handeln der Regierungen als auch in den Entscheidungen der Privatwirtschaft: Als weltweit f\u00fchrendes Land im Designsektor (der Anteil der italienischen Designindustrie am weltweiten Umsatz von 100 Milliarden Euro betr\u00e4gt mehr als ein Drittel) will Italien daher ein interaktives Verh\u00e4ltnis zwischen Design und Nachhaltigkeit im wirtschaftlichen, sozialen und \u00f6kologischen Sinne, aber auch zwischen Handwerkstradition und digitaler Innovation f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Die Digitalwirtschaft er\u00f6ffnet der Kreativwirtschaft neue Horizonte. Daraus ergibt sich der Titel der Veranstaltung \u201c<em>Broken nature and creative disciplines: driving positive change through sustainable design, digital solutions and design thinking<\/em>\u201d. Design war zum Beispiel mit der 10. Mail\u00e4nder Triennale 1954 eines der fruchtbarsten Verm\u00e4chtnisse der Dritten Industriellen Revolution. Nun findet es in der Vierten Industriellen Revolution seine neue Daseinsberechtigung, denn es tritt aus den Grenzen des Produktdesigns heraus und setzt sich mit dem Servicedesign wie auch dem Design in den Bereichen Soziales und Communities auseinander. Erm\u00f6glicht und verst\u00e4rkt wird diese \u201eCross-fertilisation\u201c durch digitale und vernetzte Technologien, die es im gegenw\u00e4rtigen demographischen und geopolitischen Kontext jedoch umso dringlicher machen, \u00fcber die nachhaltige Nutzung der Ressourcen sowie die Rolle und Verantwortung der Communities von Designern und Kreativen in diesem Zusammenhang nachzudenken. Dies gilt ganz besonders zwischen Italien und Deutschland, zwei L\u00e4ndern, die auf europ\u00e4ischer Ebene Protagonisten des Designs sowie der Digital- und Kreativwirtschaft sind.<br \/>Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen und die ihr zugrunde liegenden Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung haben die zentrale Rolle des menschlichen Schaffens f\u00fcr die Bewahrung der Sch\u00f6pfung erneut best\u00e4tigt: Designer und Architekten haben immer zwischen Wissen und Bed\u00fcrfnissen, zwischen Wohnraum und Umwelt vermittelt, aber ihre Rolle ist im Zeitalter der digitalen Transformation noch unentbehrlicher geworden. Die World Design Agenda 2017-2019 ist ein ehrgeiziger dreij\u00e4hriger Aktionsplan, der die 140 Mitglieder der <a href=\"http:\/\/wdo.org\/\">World Design Organisation<\/a> verpflichtet, bei der Umsetzung der Ziele der Vereinten Nationen f\u00fcr nachhaltige Entwicklung zusammenzuarbeiten.<\/p>\n<p>Auch die Architektur ist nicht mehr nur eine Frage von Material, Stil und Raum, sondern sie ist auch gefordert, sich mit Umweltdynamiken auseinanderzusetzen, indem sie den Kontext einbezieht. Die Stadtplanung ist daher eng mit der Bau- und Stadterneuerungspolitik verkn\u00fcpft, bei der Modelle der Kreislaufwirtschaft, der Nutzung erneuerbarer Energien und intelligenter Stromnetze, der Erforschung neuer Materialien interagieren. Neue Formen und R\u00e4ume zeitgen\u00f6ssischen Wohnens und die durch politische, aber auch klimatische Faktoren verst\u00e4rkten Migrationsstr\u00f6me erfinden den sozialen Wohnungsbau neu und tragen dazu bei, die internationale Debatte \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von Mensch und Natur neu zu beleben. Das <a href=\"https:\/\/www.wfuf2018.com\/it-ww\/il-progetto.aspx\">Weltforum f\u00fcr Stadtw\u00e4lder<\/a>, das vom 28. November bis 1. Dezember 2018 erstmals in Mantua Vertreter von nationalen und lokalen Regierungen, Forschungsinstituten und akademischen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Stadtplaner zusammenbringt, ist der erste Versuch, ein globales und regelm\u00e4\u00dfiges Treffen zu den Themen st\u00e4dtische \u00d6kosysteme und gr\u00fcne Infrastrukturen zur Unterst\u00fctzung der \u201cNew Urban Agenda\u201d zu schaffen.<\/p>\n<p>Nach den Worten des Italienischen Botschafters in Deutschland Pietro Benassi bei der Er\u00f6ffnung des Design Day <em>\u201ck\u00f6nnen Design und Architektur heute mehr denn je als kreative Triebkr\u00e4fte f\u00fcr Nachhaltigkeit und neue Paradigmen in Produktion und Stadtplanung wirken. Die St\u00e4rke der Green Economy liegt nicht nur in Technologie und Innovation, sondern auch in ihrer Verkn\u00fcpfung mit Qualit\u00e4t: Es gibt in der Produktionswirtschaft einen \u201einklusiven\u201c Weg, bei dem man die Wettbewerbsf\u00e4higkeit im Systemzusammenhang sieht und auf den Schutz der lokalen Produktionskette achtet: Die n\u00e4chste Mail\u00e4nder Triennale bietet eine wichtige Gelegenheit, dar\u00fcber zu diskutieren, wie Design zu einem Schl\u00fcsselelement f\u00fcr das \u00dcberleben des Planeten werden kann<\/em>\u201d.<\/p>\n<p>Laut Pr\u00e4sidentin der <a href=\"http:\/\/wdo.org\/\">World Design Organization<\/a> Luisa Bocchietto \u201e<em>sind die Parameter des Designs heute nicht mehr Form und Funktion, die wir bei allen Produkten mit einem guten Design f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich halten. Sie beinhalten vielmehr auch weniger offensichtliche Qualit\u00e4ten wie \u00f6kologische Nachhaltigkeit der Produktionsprozesse, Zerlegbarkeit der Komponenten am Ende der Lebensdauer, Reparaturf\u00e4higkeit. Au\u00dferdem finden die beim Industriedesign angewandten Produktentwicklungsmethoden heute auch bei der Herstellung von immateriellen Erzeugnissen Anwendung. Gespr\u00e4chspartner der Designer sind nicht mehr nur Unternehmen, sondern auch K\u00f6rperschaften und Institutionen; die F\u00e4higkeit, Visionen in konkrete Werkzeuge umzusetzen, kann dazu beitragen, das Leben der Menschen zu verbessern: \u201eWe are designing for a better world<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>Zur Anmeldung <a href=\"https:\/\/www.eventbrite.co.uk\/e\/italian-design-day-2018-tickets-42904755278\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Jahr nach der ersten Ausgabe veranstaltet die Italienische Botschaft in Berlin am 1. M\u00e4rz erneut den Italian Design Day. 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