﻿{"id":4396,"date":"2018-02-13T12:32:01","date_gmt":"2018-02-13T11:32:01","guid":{"rendered":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/news\/dall_ambasciata\/2018\/02\/anders-miteinander-diversi-ma-insieme-2\/"},"modified":"2018-02-13T12:32:01","modified_gmt":"2018-02-13T11:32:01","slug":"anders-miteinander-diversi-ma-insieme-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/news\/dall_ambasciata\/2018\/02\/anders-miteinander-diversi-ma-insieme-2\/","title":{"rendered":"&#8222;Anders miteinander \u2013 Diversi ma insieme. Italien und Deutschland aus europ\u00e4ischer Perspektive&#8220;. Ein Gespr\u00e4chszyklus der Italienischen Botschaft und der Kulturinstitute  in Berlin und M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p>Die deutsch-italienischen Beziehungen sind in allen Bereichen der bilateralen Zusammenarbeit &#8211; ob Politik, Wirtschaft und Handel oder Wissenschaft &#8211; sehr intensiv, nicht zu vergessen auch der au\u00dferordentlich umfangreiche Kulturaustausch. Diese freundschaftlichen und komplement\u00e4ren Verbindungen beruhen im wechselhaften politischen und gesellschaftlichen Geschehen der Historie beider L\u00e4nder auf einem stets soliden Fundament. Deutschland hat sich im Laufe der Jahre als bedeutendster Wirtschaftspartner unseres Landes behauptet. Mit einem bilateralen Handelsvolumen von 110 Milliarden Euro bleibt Berlin wichtigster Gespr\u00e4chspartner Roms, mit dem es unter anderem die Gemeinsamkeit einer besonders starken Ausrichtung auf die Verarbeitungsindustrie teilt. Als Gr\u00fcnderstaaten der Europ\u00e4ischen Union haben Italien und Deutschland beide \u00fcber Jahre hinweg st\u00e4rker als andere zum Aufbau und Voranschreiten des europ\u00e4ischen Projekts beigetragen. Auch in der Au\u00dfenpolitik haben sich beide L\u00e4nder seit dem Zweiten Weltkrieg an \u00e4hnlichen Positionen und Leitlinien orientiert und diese oft in vollem Umfang geteilt.<\/p>\n<p>Die Zukunft Europas und damit seine w\u00fcnschenswerte Neubelebung ist daher ohne einen wesentlichen Part Italiens und Deutschlands undenkbar. Zwischen Rom und Berlin herrscht volle \u00dcbereinstimmung \u00fcber die Ziele dieser Neubelebung, auch wenn sie bisweilen &#8211; insbesondere in der Debatte \u00fcber die Eurozone &#8211; Tr\u00e4ger unterschiedlicher Befindlichkeiten und somit auch nicht \u00fcbereinstimmender L\u00f6sungsans\u00e4tze sind.<\/p>\n<p>Gerade angesichts der politischen Relevanz dieser beiden unterschiedlichen Realit\u00e4ten und der gro\u00dfen, manchmal dramatischen historischen Tradition, die ihre Entwicklung gepr\u00e4gt hat, ist gelegentlich zu beobachten, dass in der politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Erz\u00e4hlung \u00fcber die Medien wieder neue Klischees \u00fcbereinander verbreitet werden, die abgesehen von ihrer Schablonenhaftigkeit trotz des Bestehens unz\u00e4hliger <em>Konvergenzen<\/em> letztlich die Differenzen in den Vordergrund stellen.<\/p>\n<p>So oberfl\u00e4chlich diese kulturellen Gemeinpl\u00e4tze auch sind, kann man sie doch nicht ignorieren oder einfach abtun, denn sie k\u00f6nnten in der \u00f6ffentlichen Meinung keinen so gro\u00dfen Raum einnehmen, w\u00e4ren sie nicht Kern einer verbreiteten Vorstellung und eines kollektiven Empfindens, deren Wurzeln in der Geschichte der nationalen Kulturen liegen.<\/p>\n<p>Ausgehend von diesen \u00dcberlegungen veranstaltet die Italienische Botschaft in Berlin eine Gespr\u00e4chsreihe mit dem Titel <strong><em>Anders miteinander &#8211; <\/em>Diversi ma insieme<\/strong>, um die Bereiche der Zusammenarbeit (und gegebenenfalls die vielf\u00e4ltigen L\u00f6sungsans\u00e4tze innerhalb dieser Bereiche) in Politik, Wirtschaft und Handel, Medien und Kultur, durch eine Debatte zu analysieren, die sowohl das Verlagswesen als auch die Konzeption der Museen in beiden L\u00e4ndern umfasst. Auch der Sport wird im Zentrum der \u00dcberlegungen stehen. Der Fu\u00dfball ist wie nur wenige andere Disziplinen seit jeher paradigmatisch f\u00fcr die Attraktion\/Rivalit\u00e4t zwischen italienischer und deutscher Schule.<\/p>\n<p>Ein Moderator wird jeweils Anst\u00f6\u00dfe zur Debatte in Form einer Podiumsdiskussion zwischen herausragenden Vertretern beider L\u00e4nder geben, wobei auch das Publikum zu Wort kommt. Dieses Format ist Ausdruck der \u00dcberzeugung, dass sich eine konstruktive Auseinandersetzung zwischen den Kulturen nur erreichen l\u00e4sst, wenn man die jahrzehntelange Erfahrung gro\u00dfer Pers\u00f6nlichkeiten beider L\u00e4nder gegen\u00fcberstellt, dass gerade durch diese sektoralen Gesichtspunkte das Wiederaufleben von Klischees \u00fcberwunden werden kann, wie wir sie in den vergangenen Jahren manchmal erlebt haben, insbesondere auf dem H\u00f6hepunkt der Krise in der Eurozone, und es schlie\u00dflich &#8211; als Fazit &#8211; nur durch eine vertiefte gegenseitige Kenntnis in den jeweiligen T\u00e4tigkeitsbereichen m\u00f6glich wird, sich eine unparteiische Meinung vom Land des Anderen zu bilden.<\/p>\n<p>Der Veranstaltungskalender sieht ein erstes Treffen zum <strong>politischen Teil<\/strong> am <strong>20. Februar 2018<\/strong> in der Botschaft in Berlin vor. Anschlie\u00dfend folgt eine Diskussion \u00fcber das <strong>Verlagswesen<\/strong> am <strong>16. M\u00e4rz<\/strong> in Leipzig und eine weitere zum <strong>Finanzwesen<\/strong> (Eurozone) am <strong>21. M\u00e4rz<\/strong> in der Botschaft. Die<strong> Museumskonzeption<\/strong> ist am <strong>18. April<\/strong> Thema in Berlin (Botschaft) und der <strong>Sport<\/strong> dann am <strong>19. April<\/strong> im K\u00fcnstlerhaus in M\u00fcnchen. <strong>Die Debatte in der Mediensprache<\/strong> beschlie\u00dft die Veranstaltungsreihe am <strong>15. Mai<\/strong> 2018 in Berlin (Botschaft).<\/p>\n<p>Abgebildetes Werk des K\u00fcnstlers Genia Chef: &#8222;Begegnungen am Colosseum (Foro Imperiale)&#8220;, 1997 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die deutsch-italienischen Beziehungen sind in allen Bereichen der bilateralen Zusammenarbeit &#8211; ob Politik, Wirtschaft und Handel oder Wissenschaft &#8211; sehr intensiv, nicht zu vergessen auch der au\u00dferordentlich umfangreiche Kulturaustausch. 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