﻿{"id":4531,"date":"2016-08-05T12:26:06","date_gmt":"2016-08-05T10:26:06","guid":{"rendered":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/news\/dall_ambasciata\/2016\/08\/commemorazione-della-tragedia-di-2\/"},"modified":"2016-08-05T12:26:06","modified_gmt":"2016-08-05T10:26:06","slug":"commemorazione-della-tragedia-di-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/de\/news\/dall_ambasciata\/2016\/08\/commemorazione-della-tragedia-di-2\/","title":{"rendered":"Gedenken an die Trag\u00f6die von Marcinelle. Botschaft des italienischen Ministers f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten und Internationale Kooperation Paolo Gentiloni"},"content":{"rendered":"<p><strong>BOTSCHAFT ANL\u00c4SSLICH DES 60. JAHRESTAGES DER TRAG\u00d6DIE VON MARCINELLE<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am heutigen 8. August 2016 j\u00e4hrt sich zum 60. Mal die Bergwerkskatastrophe von Marcinelle, die gr\u00f6\u00dfte Trag\u00f6die, die unsere Auswanderer in Europa getroffen hat. Damals im August 1956 starben in der Grube von Bois du Cazier 262 Arbeiter aus allen Teilen des Alten Kontinents. 136 von ihnen waren nach Belgien ausgewanderte Italiener.<br \/>Seit 2001 begehen wir am 8. August den nationalen Gedenktag der italienischen Arbeitsopfer in der Welt \u201cGiornata nazionale del sacrificio del lavoro italiano nel mondo\u201d, um an die Landsleute zu erinnern und sie zu ehren, die bei der Arbeit im Ausland, mit der sie zum Wachstum und Fortschritt ihrer Gastl\u00e4nder beigetragen haben, ihr Leben verloren.<br \/>Im Gedenken an Marcinelle bekr\u00e4ftigen wir das in unserer Verfassung verankerte Recht eines jeden B\u00fcrgers auf Arbeit und die Notwendigkeit, allen Arbeitnehmern weltweit eine Aus\u00fcbung ihres Berufes in Sicherheit und W\u00fcrde zu garantieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im derzeitigen Klima der Unsicherheit in Europa angesichts des Zusammentreffens unterschiedlicher Herausforderungen, wie Terrorismus, Migrationsstr\u00f6me, Brexit, die Auswirkungen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten auf die Besch\u00e4ftigung vor allem junger Menschen, sollten wir dar\u00fcber nachdenken, wie das Opfer von Marcinelle nicht vergeblich gewesen sein k\u00f6nnte. Das schwere Ungl\u00fcck lenkte die Aufmerksamkeit der europ\u00e4ischen Institutionen \u2013 die gerade in jenen Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden und sich festigten \u2013 mit auf die Notwendigkeit der Verabschiedung besserer Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr Arbeitnehmer, deren Mobilit\u00e4t zwischen den Mitgliedstaaten des neuen \u201cEurop\u00e4ischen Hauses\u201d so zum Kern einer unserer Grundfreiheiten, n\u00e4mlich der Freiheit der Person, wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bestreben unserer Vorg\u00e4nger war der Aufbau eines geeinten, solidarischen Europas, das Frieden und Entwicklung, jene Werte der Toleranz und der Freiheit voranbringt, die wir Europ\u00e4er als ein Paradigma der Zivilisation betrachten. Auf dieses Europa, das wir erneuern und wachsen lassen wollen, blicken heute viele M\u00e4nner und Frauen mit Hoffnung. Sie fliehen vor Kriegen und der Verletzung von Grundrechten, vor Unterentwicklung und Ungleichheit und sind allzu oft ebenso wie die Opfer von Marcinelle bereit, die Suche nach einer besseren Zukunft mit dem Leben zu bezahlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesen M\u00e4nnern und diesen Frauen m\u00fcssen wir genauso wie auch den vielen europ\u00e4ischen B\u00fcrgern, die in der derzeitigen schwierigen Phase die Orientierung verloren haben, wirkungsvolle und weitblickende Antworten geben, die ihr t\u00e4gliches Leben beeinflussen k\u00f6nnen, und so das Vertrauen in die Institutionen und das Projekt eines neuen, zusammenhaltenden und wettbewerbsf\u00e4higen Europas neu beleben. Das schulden wir auch den Opfern von Marcinelle und den Millionen unserer Auswanderer, die mit ihrem Flei\u00df und ihrem K\u00f6nnen zur Entwicklung ihrer Aufnahmegesellschaften beigetragen haben. Genauso auch den vielen Italienern, die noch heute ins Ausland gehen, um zu arbeiten und so auch weiterhin weltweit das Bild von einem aktiven und arbeitsamen Italien verbreiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Paolo Gentiloni<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"BOTSCHAFT ANL\u00c4SSLICH DES 60. JAHRESTAGES DER TRAG\u00d6DIE VON MARCINELLE Am heutigen 8. August 2016 j\u00e4hrt sich zum 60. Mal die Bergwerkskatastrophe von Marcinelle, die gr\u00f6\u00dfte Trag\u00f6die, die unsere Auswanderer in Europa getroffen hat. 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