﻿{"id":4027,"date":"2021-01-20T13:33:03","date_gmt":"2021-01-20T12:33:03","guid":{"rendered":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/news\/dall_ambasciata\/2021\/01\/ausstellung-de-chirico-magische\/"},"modified":"2021-01-20T13:33:03","modified_gmt":"2021-01-20T12:33:03","slug":"ausstellung-de-chirico-magische","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/it\/news\/dall_ambasciata\/2021\/01\/ausstellung-de-chirico-magische\/","title":{"rendered":"Ausstellung &#8220;De Chirico. Magische Wirklichkeit&#8221;, Hamburger Kunsthalle, 22.01.-25.04.2021"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"resource\/img\/2021\/01\/de_chirico_der_lohn_des_wahrsagers.jpg\" alt=\"de chirico der lohn des wahrsagers\" width=\"1000\" height=\"748\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Giorgio de Chirico: <strong>La R\u00e9-compense du devin<\/strong> (1913), \u00d6l auf Leinwand, 135,6 x 180 cm<br \/>Philadelphia Museum of Art, Louise and Walter Arensberg Collection, 1950<br \/>\u00a9 VG Bild-Kunst, Bonn 2021 \/ Artists Rights Society (ARS), New York \/ SIAE, Rome<br \/>Foto: \u00a9 Philadelphia Museum of Art, Louise and Walter Arensberg Collection<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>Ausstellungser\u00f6ffnung: <strong>Donnerstag, 21.01.2021, um 19.00 Uhr in live streaming <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?fbclid=IwAR0q_IfXaDQWQ6Nm2KTcc34sGmm5EBtlE0suQy6xLkIsdxPI-97fJS4xUfc&#038;v=hQVWAL1DMss&#038;feature=youtu.be\">HIER.<\/a><\/strong><br \/><strong><a href=\"bit.ly\/35wEknV\"><br \/><\/a><\/strong>Erstmalig ist in Hamburg mit Magische Wirklichkeit eine Ausstellung zu dem italienischen K\u00fcnstler <strong>Giorgio de Chirico<\/strong> (1888\u20131978) zu sehen, der als Begr\u00fcnder der <strong>Pittura Metafisica<\/strong> zu einem der wichtigsten Vorl\u00e4ufer des Surrealismus und der Neuen Sachlichkeit wurde. Im Zentrum der gro\u00df angelegten Schau steht mit der metaphysischen Malerei die bedeutendste Werkgruppe, die de Chirico schuf. Die zwischen 1909 und 1919 geschaffenen, ikonischen Bilder von sonnendurchfluteten, leeren Pl\u00e4tzen, in denen die Zeit still zu stehen und das scheinbar Allt\u00e4gliche mit einer neuen Bedeutung aufgeladen scheint, wirken heute besonders eindringlich und aktuell. Die Hamburger Kunsthalle pr\u00e4sentiert mit allein 35 seiner metaphysischen Bilder eine bislang ungesehene Qualit\u00e4t und Dichte dieser teils zuvor kaum gereisten Meisterwerke: Darunter sind namhafte amerikanische und europ\u00e4ische Institutionen wie das Museum of Modern Art und die Pierre and Tana Matisse Foundation in New York, das Art Institute of Chicago, das Chrysler Museum of Art in Norfolk, Virginia, die Menil Collection Houston oder das Philadelphia Museum of Art, die Peggy Guggenheim Collection in Venedig, die Tate London und das Moderna Museet in Stockholm sowie verborgene Privatsammlungen unter anderem aus Italien und der Schweiz. Die Leihgaben kommen erstmals in die Kunsthalle und treffen auf ausgew\u00e4hlte Sammlungsbest\u00e4nde. Insgesamt sind \u00fcber 80 Meisterwerke aus \u00fcber 50 Sammlungen weltweit von de Chirico, Carlo Carr\u00e0, Giorgio Morandi, Alberto Magnelli, Alexander Archipenko, Pablo Picasso sowie von Arnold B\u00f6cklin und Max Klinger zu entdecken. Dies ist trotz der derzeit durch die Pandemie vorherrschenden Einschr\u00e4nkungen und nur durch eine jahrelange Recherche und kollegiale Zusammenarbeit auch in Krisenzeiten m\u00f6glich geworden.<\/p>\n<p>In der Ausstellung werden die magisch wirkenden Bilder de Chiricos \u2013 und in seiner Folge Carlo Carr\u00e0s und Giorgio Morandis \u2013 pr\u00e4sentiert, die eine Realit\u00e4t jenseits des Scheins sichtbar machen wollten und damit die Grundlagen f\u00fcr eine \u00bbandere Moderne\u00ab legten. Zugleich werden die Quellen dieser neuen Haltung und die Bedeutung der verschiedenen kulturellen Einfl\u00fcsse Europas auf den in Griechenland geborenen und vielgereisten italienischen K\u00fcnstler\u00a0 nachvollziehbar: die griechischen Mythen, mit denen er aufwuchs; die Auseinandersetzung mit der deutschen Philosophie \u2013 unter anderem von Friedrich Nietzsche \u2013 und mit Hauptwerken der deutschen Sp\u00e4tromantik w\u00e4hrend seiner Studienzeit in M\u00fcnchen; die Licht und Raumerfahrungen auf italienischen Pl\u00e4tzen; die Begegnungen mit der franz\u00f6sischen Avantgarde in Paris und schlie\u00dflich sein Milit\u00e4rdienst in Ferrara. Vor dem Hintergrund ihres herausragenden Bestands an Werken deutscher Sp\u00e4tromantik kann die Hamburger Kunsthalle spezifisch die frappierenden Einfl\u00fcsse von Arnold B\u00f6cklin und von Max Klinger auf de Chirico darlegen.<br \/>In dieser einzigartigen Verbindung verschiedenster europ\u00e4ischer Einfl\u00fcsse und im Angesicht des Ersten Weltkriegs wie der Pandemie der Spanischen Grippe sucht de Chirico mit seinen geheimnisvollen, realistisch-pr\u00e4zise pr\u00e4sentierten M\u00f6glichkeitswelten Unsichtbares sichtbar zu machen. Er l\u00e4sst eine andere Welt jenseits des Scheins erahnen. Ihre intensive Stimmung wird erschaffen durch \u00fcberscharf gezeichnete, kulissenartige Objekte und Menschen, die wie Puppen in perspektivisch \u00fcbersteigerten, traumhaft mediterran wirkenden, nur mit Sonnenschein und bodenlosen Schatten gef\u00fcllten R\u00e4umen agieren. Brunnen oder gro\u00dfe Uhren verweisen auf die ewige Wiederkehr des Gleichen und hinterfragen das Konzept der Zeit wie des Raumes. De Chiricos Bildsprache entlarvt die Doppeldeutigkeit der Zeichen. Sie zeigt das Scheinbare unserer Realit\u00e4t auf. Diese Vieldeutigkeit, die Virtuosit\u00e4t und die vorweggenommene Virtualit\u00e4t beeindrucken heute besonders, zumal sich die Raum-, Zeit- und Bilderfahrungen von menschenleeren, unheimlich wirkenden Pl\u00e4tzen 2020 durch die weltweiten Ausgangs- und Kontaktbeschr\u00e4nkungen aktualisiert haben. So k\u00f6nnen die 100-j\u00e4hrigen Meisterwerke heutigen Betrachter*innen auch als Spiegel dienen, um die Erfahrungen<br \/>mit der eigenen aktuellen \u2013 \u00e4u\u00dferen wie inneren \u2013 Wirklichkeit zu reflektieren.<\/p>\n<p><em>Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Italienischen Republik.<\/p>\n<p><\/em><strong>S.E. Luigi Mattiolo, Botschafter der Italienischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland<\/strong>: \u00bbIch freue mich sehr, dass Giorgio de Chirico erstmalig in der Hamburger Kunsthalle gew\u00fcrdigt und einem breiten Publikum die Tragweite der italienischen pittura metafisica verdeutlicht wird. In den heutigen Krisenzeiten erscheint uns eine Welt mit leeren Pl\u00e4tzen und Stra\u00dfen, wie sie von de Chirico beschrieben wird, aktueller denn je und l\u00e4sst uns die Bedeutung des gesellschaftlichen Lebens und des zwischenmenschlichen Dialogs umso mehr sch\u00e4tzen.\u00ab<\/p>\n<p><strong>Erster B\u00fcrgermeister Dr. Peter Tschentscher<\/strong>: \u00bbDem Team der Kunsthalle und ihren internationalen Partnern ist es trotz schwieriger Bedingungen gelungen, eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Ausstellung zu organisieren. Sie kann digital besucht werden. Die Bilder des italienischen Malers Giorgio de Chirico waren wegweisend f\u00fcr die Kunst des 20. Jahrhunderts und erm\u00f6glichen zugleich einen neuen Blick auf die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ereignisse, die uns heute besch\u00e4ftigen.\u00ab<\/p>\n<p>Zur Ausstellung ist ein reich illustrierter Katalog erschienen, der zahlreiche Essays von international renommierten<br \/>Expert*innen beinhaltet. Er legt neueste Forschungsergebnisse zu de Chiricos Lebensumst\u00e4nden<br \/>vor \u2013 die zur Entwicklung der Metaphysischen Malerei f\u00fchrten \u2013 und zu Einfl\u00fcssen der deutschen<br \/>Sp\u00e4tromantik und Philosophie. Die Publikation (Hirmer Verlag GmbH, M\u00fcnchen) ist im Museumsshop zum<br \/>Preis von 29 Euro erh\u00e4ltlich und kann online \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.freunde-der-kunsthalle.de\">www.freunde-der-kunsthalle.de<\/a> bestellt werden.<\/p>\n<p>Begleitend zur Ausstellung sind zudem zahlreiche digitale Angebote \u00fcber die <strong><a href=\"https:\/\/www.hamburger-kunsthalle.de\/ausstellungen\/de-chirico\">Website der Hamburger<\/a><\/strong><br \/><strong><a href=\"https:\/\/www.hamburger-kunsthalle.de\/ausstellungen\/de-chirico\">Kunsthalle ab dem 21. Januar 2021 abrufbar<\/a><\/strong>: Die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?fbclid=IwAR0q_IfXaDQWQ6Nm2KTcc34sGmm5EBtlE0suQy6xLkIsdxPI-97fJS4xUfc&#038;v=hQVWAL1DMss&#038;feature=youtu.be\"><strong>live gestreamte Ausstellungser\u00f6ffnung<\/strong><\/a>, eine fotografische<br \/>Dokumentation der R\u00e4ume, eine Bildergalerie zu ausgew\u00e4hlten Werken und ausf\u00fchrliche Texte, in<br \/>denen die verschiedenen Ausstellungskapitel vorgestellt werden. Auf den facebook-, twitter- und Instagram-<br \/>Kan\u00e4len wird ebenso inklusive Clips, GIFs, einem AR-Filter aus Bildelementen von de Chiricos Gem\u00e4lden<br \/>und unter den Hashtags #hamburgerkunsthalle; #GiorgioDeChirico und #magischeWirklichkeit<br \/>vermittelt. In der App der Hamburger Kunsthalle steht u.a. eine Audiotour mit 20 ausgew\u00e4hlten Meisterwerken<br \/>gratis zum Download bereit. Ein ca. 4 Min\u00fctiger Film (ab dem 5. Februar online) macht unter anderem<br \/>die besondere r\u00e4umliche Inszenierung der Ausstellung erfahrbar. Im Rahmen des (Online-)Veranstaltungsprogramms<br \/>mit Vortr\u00e4gen, Gespr\u00e4chen, Konzerten und Seminaren geben u. a. de Chirico-Spezialisten<br \/>und renommierte Autoren unterschiedliche Perspektiven auf die Ausstellung der Kunsthalle.<\/p>\n<p><strong>DE CHIRICO. Magische Wirklichkeit<\/strong> ist in einer erstmaligen Kooperation der Hamburger Kunsthalle mit den<br \/>Pariser Mus\u00e9es d\u2019Orsay et de l\u2019Orangerie entwickelt worden. Die dort unter enormen Besucher*innenzuspruch<br \/>gezeigte Schau wird in Hamburg erweitert pr\u00e4sentiert, reflektiert auch die Urspr\u00fcnge der Arte Metafiscia<br \/>und macht deren Kennzeichen durch eine atmosph\u00e4risch dichte Rauminszenierung erfahrbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausstellungskuratorin Hamburger Kunsthalle: <strong>Dr. Annabelle G\u00f6rgen-Lammers<\/strong><br \/>Wissenschaftliche Assistenz Hamburger Kunsthalle: <strong>Sjusanna Eremjan<\/strong><br \/>Generalkurator: <strong>Paolo Baldacci<\/strong>, Pr\u00e4sident des Archivio del arte metafisico Mailand<br \/>Kuratorin der Orangerie Paris: <strong>C\u00e9cile Giradeau<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Giorgio de Chirico: La R\u00e9-compense du devin (1913), \u00d6l auf Leinwand, 135,6 x 180 cmPhiladelphia Museum of Art, Louise and Walter Arensberg Collection, 1950\u00a9 VG Bild-Kunst, Bonn 2021 \/ Artists Rights Society (ARS), New York \/ SIAE, RomeFoto: \u00a9 Philadelphia Museum of Art, Louise and Walter Arensberg Collection Ausstellungser\u00f6ffnung: Donnerstag, 21.01.2021, um 19.00 Uhr in [&hellip;]","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"tags":[],"class_list":["post-4027","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4027","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4027"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4027\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4027"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ambberlino.esteri.it\/it\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4027"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}