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Der italienische Außenminister Antonio Tajani: „Italien investiert in Sportdiplomatie. Mit Mailand-Cortina schaffen wir Frieden.“

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Ein globales Ereignis, das 3.500 Athletinnen und Athleten aus mehr als 90 Ländern nach Italien bringen wird, die in 304 Wettbewerben antreten, mit einem geschätzten weltweiten Publikum von drei Milliarden Menschen. Heute werden in Italien bei der Eröffnungsfeier 50 Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt anwesend sein.

Natürlich wird Olympia Mailand-Cortina 2026 nicht nur ein Sportereignis sein. Es ist vor allem Entwicklung, Innovation und Zukunftsvision. Mit wirtschaftlichen Auswirkungen von schätzungsweise 5,3 Milliarden Euro werden die Spiele nicht nur Infrastruktur und territoriales Wachstum hinterlassen. Vielmehr werden sie erneut ein mächtiges Soft-Power-Instrument sein, das die internationale Position Italiens nachhaltig stärkt.

Zum ersten Mal in der Geschichte werden die Spiele „breiter aufgestellt“ sein: Mailand und Cortina als symbolträchtige Städte und ein ganzes System von Regionen – Lombardei, Venetien und Trient-Südtirol – vereint durch eine nachhaltige, inklusive Vision. Gerade dies ist das erste „politische“ Signal.

Die Effekte dieser Winterspiele gehen über den Sport hinaus und erstrecken sich auf Infrastruktur, territoriale Entwicklung, Produktionsketten und internationale Positionierung unseres Landes.

In die Organisation der Spiele sind etwa 18.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie eine spezielle diplomatische Task Force, junge Beamtinnen und Beamte, Institutionen sowie lokale Gemeinschaften eingebunden. Dieses Engagement bestätigt die Fähigkeit Italiens globale Veranstaltungen erfolgreich zu organisieren, wie wir beim gerade zu Ende gegangenen Heiligen Jahr gesehen haben.

In unserem Außenministerium haben wir die Spiele bereits im Vorfeld mit einer integrierten Strategie begleitet, die vor zwei Jahren mit dem „Ufficio per la Diplomazia Sportiva” (Referat für Sportdiplomatie) gestartet und durch eine internationale Roadshow in Europa, Nordamerika und Asien unter Einbeziehung von Athletinnen und Athleten, Medien und Unternehmen weiterentwickelt wurde.

Dabei haben wir zwei Ziele verfolgt, nämlich einerseits die beteiligten Regionen und Gemeinden in den Vordergrund zu rücken und andererseits das Image Italiens als innovatives, nachhaltiges und gastfreundliches Land zu stärken. Die Spiele standen im Mittelpunkt zahlreicher Initiativen, wie bei der Expo Osaka 2025, bei Business-Foren im Ausland und beim Tag des italienischen Sports in der Welt.

Aus diesem Grund hat Italien beschlossen, konsequent in die Sportdiplomatie zu investieren und sie zu einem strukturellen Bestandteil seines internationalen Handelns zu machen.

Die Olympischen Spiele stehen für Werte wie fairen und friedlichen Wettbewerb zwischen jungen Menschen aus aller Welt und sind von jeher universelle Symbole für Frieden, Respekt und Inklusion. In einem von Konflikten geprägten internationalen Kontext bleibt der Sport ein verlässlicher Ort des Dialogs. Die Olympischen Spiele wurden für den Frieden ins Leben gerufen.

Italien hat zu diesem Zweck die Annahme der UN-Resolution zum Olympischen Frieden gefördert, die vom Heiligen Vater und vom italienischen Staatspräsidenten unterstützt wurde: ein konkreter Appell, damit der Sport die Waffen zum Schweigen bringen kann.

Allein im letzten Jahr wurden über 233.000 Menschen in bewaffneten Konflikten getötet, welche die Vertreibung von über 123 Millionen Menschen nach sich zogen. Italien spielt weiterhin eine führende Rolle auf diplomatischer und humanitärer Ebene. Entsprechend setzt es sich für den Frieden in der Ukraine und im Gazastreifen ein, ohne dabei die weniger sichtbaren Konflikte zu vergessen, wie beispielsweise im Sudan, wo Millionen Menschen zur Flucht gezwungen wurden. Durch humanitäre Initiativen wie „Food for Gaza” und „Italy for Sudan” steht unser Land an vorderster Front beim Schutz der Zivilbevölkerung, insbesondere der Kinder, die am stärksten von Kriegsfolgen betroffen sind.

Somit bieten uns die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina die einzigartige Gelegenheit, erneut klar darzustellen, wer wir sind und woran wir glauben. Mit diesen Spielen möchten wir der Welt zeigen, dass Italien ein Wegbereiter des Friedens, ein Wachstumsmotor und ein Verfechter internationaler Zusammenarbeit ist. Unsere „Spiele des Friedens” werden für unser aller gemeinsames Engagement stehen.

Der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Antonio Tajani