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Verleihung des „Premio Mercurio 2026“ in der Botschaft (19.05.2026)

Mercurio 2026

Am Dienstagabend fand in der Botschaft die traditionelle Verleihung des Premio Mercurio statt. Seit 1999 wird der Preis jährlich an Unternehmen und Einrichtungen verliehen, die zur Festigung der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland beitragen.

In seiner Begrüßungsrede vor den Anwesenden hob Botschafter Fabrizio Bucci den Wert der italienisch-deutschen Zusammenarbeit in strategischen Bereichen wie der Luft- und Raumfahrt, der Energiewirtschaft oder der medizinischen Forschung hervor. In diesen Bereichen ist eine gemeinsame Industriepolitik erforderlich, wie der ehemalige Ministerpräsident Mario Draghi bei der Entgegennahme des Internationalen Karlspreises am 14. Mai betonte und wie Italien dies seit langem mit der Strategie der „Diplomatie des Wachstums“ umzusetzen versucht. „Made in Italy umfasst weit mehr als nur die traditionellen Branchen und betrifft zunehmend auch Hochtechnologiebereiche, die das Ergebnis der hervorragenden Forschungs- und Entwicklungsarbeit unseres Landes sind“, erklärte der Botschafter und fügte hinzu: „Deutschland bleibt bei weitem unser Hauptabnehmer und wichtigstes Lieferland. Im Jahr 2025 stieg der bilaterale Handel um 2,6 % und erreichte ein Volumen von fast 160 Milliarden Euro.“

Organisiert wurde der Abend von der Italienischen Handelskammer für Deutschland (Itkam), die von ihrem Präsidenten Prof. Emanuele Gatti vertreten wurde. Im Laufe der Veranstaltung hielt Dr. Alessandro Giovannini, Team Lead – Economist der Europäischen Zentralbank, einen Vortrag zum Thema „Stärkung der Integration und Autonomie Europas durch den digitalen Euro“.

Der Premio Mercurio zeichnet den wirtschaftlichen Wert aus, den ein italienisches Unternehmen auf dem deutschen Markt (oder umgekehrt) generiert, sowie dessen strategische Positionierung in einem der Schlüsselbereiche für den italienisch-deutschen Markt. Der diesjährige Preisträger ist Prysmian, ein führendes Unternehmen im Bereich von Energie- und digitalen Verbindungslösungen.

Der Preis „Startup of the Year“ wird einem Startup verliehen, das sich im deutsch-italienischen Handelsaustausch besonders hervorgetan hat, und ging dieses Mal an das Unternehmen Proxima Fusion, das im Bereich der Kernfusionsenergie tätig ist.

Den Preis „Innovation of the Year“ erhielt die Professorin Katia Parodi von der Fakultät für Physik der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Italian Week.