Diese Website verwendet notwendige technische und analytische Cookies.
Wenn Sie die Navigation fortsetzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies.

Feierlichkeiten zum Tag der Republik in der Botschaft (04.06.2026)

WhatsApp Image 2026-06-04 at 21.45.41

Die Botschaft feierte heute den Tag der Republik mit dem traditionellen Empfang in Anwesenheit von Gästen und Vertretern aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur sowie der italienischen Gemeinschaft. In diesem Jahr wurden die Feierlichkeiten in das Programm der „Italian Week“ eingebettet. Im Rahmen dieses Programms wurden in ganz Deutschland über hundert Veranstaltungen organisiert. So wurden nicht nur der 80. Jahrestag der Italienischen Republik, sondern auch der 75. Jahrestag der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland gebührend gefeiert.

„Der Tag der Republik ist der symbolisch bedeutendste Moment unserer nationalen Identität. Denn er ist eine Gelegenheit, die Werte der Freiheit, der Demokratie und des Friedens zu feiern, für die sich das italienische Volk am 2. Juni 1946 mutig entschieden hat“, erklärte Botschafter Fabrizio Bucci in seiner Begrüßungsrede.

Die Schauspielerin und Moderatorin des Abends Martina Klier begrüßte die Gäste im Innenhof des historischen Botschaftsgebäudes und überließ dann die Bühne einem musikalischen Intermezzo des Geigers Olem Cesari, begleitet vom Pianisten Michael Rodi. Nach den Nationalhymnen Deutschlands und Italiens sowie der Hymne der Europäischen Union, die von der Sopranistin Francesca Martini, begleitet von Cecilia Ferròn an der Violine und Martina Biondi am Cello, vorgetragen wurden, ergriffen Botschafter Bucci sowie Staatssekretär Géza Andreas von Geyr als Vertreter der Bundesregierung das Wort. Anschließend hielten die Regionalrätin für Kultur, Gleichstellung und Jugendpolitik der Region Piemont, Marina Chiarelli, und der Staatssekretär für Europa und Internationales in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, Christian Wiermer, eine Rede. Beide sind Partner der Feierlichkeiten 2026 in der Botschaft. Dabei hob Staatssekretär Wiermer die Bedeutung der Partnerschaft zwischen der Region Piemont und dem Land Nordrhein-Westfalen in Schlüsselbereichen wie künstliche Intelligenz, Energie, autonome Mobilität, Halbleiter und Luft- und Raumfahrt hervor. Diese Themen standen auch im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion mit Unternehmen aus beiden Regionen, die heute Nachmittag in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen stattfand und auf die sich auch die Regionalrätin Chiarelli bezog.

„Der Dialog zwischen Berlin und Rom ist nicht einfach nützlich, sondern unverzichtbar. Dieser Dialog ist nicht nur Sache der zentralen Regierungen. Er wird durch die Regionalregierungen, die Wirtschaft, die Wissenschaft, die Forschenden und vor allem durch die jungen Menschen und Studierenden belebt und gestärkt“, so Botschafter Bucci.

In diesem Zusammenhang wurden im Gebäude der Botschaft einige interaktive Säulen zum Thema innovatives Italien aufgestellt. Diese berichten von den in strategisch wichtigen Sektoren tätigen Unternehmen, von der Luft- und Raumfahrt über den Verkehr bis hin zur Energie. „Italien und Deutschland haben die Pflicht und die historische Verantwortung, die Institutionen in Brüssel anzuspornen. Wir müssen zügig, wirksame und konkrete Lösungen zur Unterstützung von Millionen kleiner und mittlerer Unternehmen erarbeiten, die das industrielle Rückgrat und die gesellschaftliche Seele unserer Regionen und des Kontinents bilden.

Nach den offiziellen Reden lud Martina Klier die anwesenden Gäste zur Besichtigung der Ausstellung zeitgenössischer Kunst „Ore piccole – Nächtliche Stunden“ ein, die in Zusammenarbeit mit der Stiftung Sandretto Re Rebaudengo aus Turin realisiert wurde. Wie die Präsidentin Patrizia Sandretto Re Rebaudengo betonte, präsentiert die Ausstellung eine Auswahl von Werken der Stiftung – von der Fotografie über die Malerei bis hin zur Skulptur und Installation. Diese beleuchten die künstlerische Beziehung zwischen Italien und Deutschland „durch die Arbeiten italienischer, deutscher und internationaler Künstler, die auf unterschiedliche Weise eine Verbindung zu Berlin aufgebaut haben: einer Stadt, die seit vielen Jahren ein außergewöhnliches kulturelles Experimentierfeld darstellt“.

Das Ausstellungsprojekt ergänzt die bereits in der Botschaft ausgestellten Werke zeitgenössischer Kunst. Dieses geschichtsträchtige Gebäude im Herzen der deutschen Hauptstadt fasziniert nach wie vor ein breites Publikum. Das beweist auch der Erfolg der Führungen, die am vergangenen Samstag anlässlich des „Straßenfestes“ im Rahmen der Italian Week organisiert wurden. „Ab sofort wird die Botschaft regelmäßig einmal im Monat ihre Türen für Besucher öffnen. Wir haben am 30. Mai damit begonnen und werden dies auch künftig fortsetzen, damit dieser Ort immer weniger ein von der Stadt getrennter Palazzo und immer mehr ein gemeinsames Haus der Diplomatie, der Begegnung und der Ideen wird, die für die Gestaltung unserer gemeinsamen europäischen Zukunft von Nutzen sind“, so der Botschafter

Schließlich wurde die Bühne geräumt, um Platz für die Akrobaten der italienischen Compagnie Fabbrica C mit der Show „Pillole di bellezza“ sowie für die Funk-Jazz-Musik von Lab 32 und DJ Alessandro Cozzolino, alias Cioz, zu schaffen.

Wir richten einen herzlichen Dank an die Partner und Sponsoren, die zur Verwirklichung des Festes der Italienischen Republik beigetragen haben. Ihre Unterstützung bestätigt einmal mehr den Wert der Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor bei der Förderung Italiens im internationalen Kontext.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Italian Week.

Photos: © Tobias Bohm