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Botschafter Bucci in Dresden zur Stärkung der deutsch-italienischen Zusammenarbeit (09.-10.06.2026)

Amb MP Kretschmer 2

Botschafter Fabrizio Bucci reiste am 8. und 9. Juni nach Dresden, um dort Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zu treffen.
Die Zusammenarbeit zwischen Italien und Deutschland, auch auf kommunaler und regionaler Ebene, stand im Mittelpunkt der Treffen mit dem Oberbürgermeister Dirk Hilbert und dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer.
Im Nachgang zu den Deutsch-Italienischen Regierungskonsultationen im Januar wurden konkrete Möglichkeiten zur Stärkung der Zusammenarbeit in für beide Länder strategisch wichtigen Bereichen erörtert.
Besonderes Augenmerk galt der gemeinsamen Bewerbung der Region Sardinien und des Bundeslandes Sachsen als Standort für das europäische „Einstein-Teleskop“ der dritten Generation zur Messung von Gravitationswellen.
Bereits im vergangenen Januar hatten Sardinien und Sachsen eine Absichtserklärung unterzeichnet, mit der die wissenschaftliche Zusammenarbeit gestärkt und die Bewerbung der jeweiligen Gebiete gemeinsam unterstützt werden sollten. Zu diesem Zweck wollte man auf die Konfiguration des Teleskops in Form eines doppelten L mit zwei „Zwillingsobservatorien“ setzen, um die Empfindlichkeit bei der Suche nach schwachen Gravitationssignalen zu maximieren.

Für Botschafter Bucci ist die Zusammenarbeit zwischen Sardinien und Dresden ein Beweis für die „Innovationsfähigkeit von Regionen, die trotz ihrer geografischen Entfernung und den Unterschieden in Geschichte und Traditionen in der Lage sind, bei wissenschaftlichen Spitzenprojekten zusammenzuarbeiten, die den technologischen Fortschritt der nächsten Jahrzehnte vorantreiben werden“.
Das zwischen den beiden Regionen unterzeichnete Memorandum zielt zudem darauf ab, die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Technischen Universität Dresden, den Universitäten von Cagliari und Sassari sowie anderen im Bereich der Astrophysik und der Gravitationswellenphysik tätigen Forschungseinrichtungen auszubauen und die beiden Bewerbungen für das Einstein-Teleskop zu stärken.
Botschafter Bucci und die Prorektorin für Internationalisierung der Technischen Universität Dresden (TU), Prof. Roswitha Böhm, erörterten Themen der Zusammenarbeit im Bereich der wissenschaftlichen Forschung. Im Laufe des sehr herzlichen Treffens wurde die große Zahl von Kooperationsprojekten mit italienischen Universitäten hervorgehoben, die von Dresden auch im Bereich des Studiums der Italienischen Sprache initiiert wurden.
Anschließend besuchte der Botschafter das Labor von Professor Gianaurelio Cuniberti, einer internationalen Koryphäe im Bereich der Nanotechnologie und Präsident von SIGN, dem Netzwerk italienischer in Deutschland tätiger Wissenschaftler. Zudem traf er zahlreiche italienische Forschende und Doktoranden, die kurz ihre Forschungsprojekte und ihren Studienverlauf vorstellten.

„Die Anwesenheit zahlreicher Forscherinnen und Forscher sowie vieler italienischer Studierender ist ein Beweis für die Vitalität unserer wissenschaftlichen Gemeinschaft als unverzichtbarer Baustein zur weiteren Stärkung der industriellen Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern“, erklärte der Botschafter und fügte hinzu: „Sie sind die besten Vertreter Italiens im Ausland.“

Bei einem Arbeitsessen mit Vertretern des Unternehmensnetzwerks Silicon Saxony und führender Unternehmen der Technologiebranche wie Tokyo Electron Europe und Infineon wurde das Thema der industriellen Zusammenarbeit unter besonderer Berücksichtigung der Halbleiter eingehend erörtert.

Im Rahmen seines Besuchs traf Botschafter Bucci auch Vertreter der Kultur- und Kunstszene Dresdens, das über ein bedeutendes Erbe an italienischer Kunst verfügt.
Schließlich wurde er vom Schulleiter des Gymnasiums Dresden-Pieschen, David Obst, und dem Lehrerkollegium zu einem Treffen mit den Schülerinnen und Schülern empfangen, die Italienisch als Pflichtfach lernen und an den Projekten der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Dresden e.V. – Società Dante Alighieri (DIG) teilnehmen.