Gestern Abend endete die von der Italienischen Botschaft und dem Italienischen Kulturinstitut in Berlin organisierte Filmreihe „Ciak si gira. Die Grand Tour des italienischen Kinos“. Damit schloss auch die Italian Week 2026, in deren Rahmen dieses Jahr zum 80. Jahrestag der Italienischen Republik Veranstaltungen in ganz Deutschland organisiert wurden und die zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens der deutschen Hauptstadt werden soll – nicht nur für die lebendige italienische Gemeinschaft in Deutschland, sondern auch für all jene, die unserem Land mit Interesse und Begeisterung begegnen.
Für die Filmreihe „Ciak si gira“ wurde der Innenhof der Botschaft zu einem Open-Air-Kino. Vom 16. Juni bis zum 2. Juli, jeweils dienstags und donnerstags, versammelten sich dort über zweihundert Besucher pro Abend. Der Eintritt war kostenlos. „Auch diese Veranstaltung wird uns dem Ziel wieder ein Stück näherbringen, die diplomatische Vertretung in eine ‚Casa Italia‘ zu verwandeln, in der man sich wohlfühlt, Netzwerke aufbaut und mit der italienischen Kunst in Kontakt tritt“, betonte Botschafter Bucci.
Das vom Italienischen Kulturinstitut gebotene Filmprogramm entsprach tatsächlich einer Reise durch Italien: vom Veneto mit dem Film „Le città di pianura“ von Francesco Sossai zur Eröffnung der Reihe, bis nach Sizilien, das den Hintergrund für „Gioia mia“ bildet – eine deutsche Erstaufführung der Regisseurin Margherita Spampinato. Weiter ging es über das Neapel von Paolo Sorrentino mit „È stata la mano di Dio“. Eine weitere Station war das Rom von Ferzan Ozpetek, dem Regisseur des Films „Diamanti“, bei dessen Vorführung auch die Schauspielerin Jasmine Trinca anwesend war, und von Emanuele Crialese, der bei „L’immensità“ Regie führte; bis hin zum Kalabrien von „Il mio posto è qui“ unter der Regie von Daniela Porto und Cristiana Bortone, bei dem eine Frau im Mittelpunkt steht, die sich in den 1940er Jahren gegen eine „Wiedergutmachungsehe“ wehrt. Daher der Bezug zur Grand Tour: „Ciak si gira“ sollte eine Reise durch unser Land abbilden. Dafür vermittelte die Filmreihe einen neuen Blick auf Italien und seine vielen charakteristischen territorialen Mikrokosmen. Sie verdeutlichte seine Lebendigkeit und Komplexität und hob gleichzeitig auch die Fähigkeit unseres Kinos hervor, sich mit stets aktuellen Themen auseinanderzusetzen.
Ebenso wie die Führungen durch das Botschaftsgebäude fanden auch die Filmabende großen Anklang bei den so zahlreich erschienenen Gästen. So bestätigte sich das Interesse an italienischer Kunst und Kultur, aber auch die immer engere Beziehung zwischen der bunten Berliner Gemeinschaft und den von der Botschaft und dem Italienischen Kulturinstitut geförderten Initiativen. Die nächste Filmreihe dieser Art findet im Sommer 2027 statt.
Photos: © Ege Kavaz