Diese Website verwendet notwendige technische und analytische Cookies.
Wenn Sie die Navigation fortsetzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies.

Außenminister Antonio Tajani reist zur dritten internationalen Sudan-Konferenz nach Berlin: „Der Frieden kann nicht warten“ (15.04.2026)

Tajani-a-Berlino-per-la-Terza-Conferenza-Umanitaria-per-il-Sudan

Der italienische Außenminister Antonio Tajani nimmt heute in Berlin an der dritten internationalen Sudan-Konferenz teil. Der Ausbruch des Bürgerkriegs jährt sich an diesem Tag zum dritten Mal. Der Krieg löste die schwerste humanitäre Krise der Welt aus. Rund 15 Millionen Menschen wurden vertrieben, fast 5 Millionen davon sind in die umliegenden Länder geflohen.

Im Rahmen des humanitären Programmteils der Konferenz wird der Minister gemeinsam mit Vertretern der EU-Mitgliedstaaten und außereuropäischen Gebern das Wort ergreifen. Ziel des Treffens ist es, wie bereits bei den vorangegangenen Konferenzen in Paris und London, Mittel zur Unterstützung der humanitären Hilfe im Sudan zu mobilisieren. Außerdem nehmen Organisationen der Vereinten Nationen, regionale und internationale Organisationen, lokale und internationale Nichtregierungsorganisationen sowie Vertreter der Zivilgesellschaft teil.

„Der Bürgerkrieg im Sudan muss sofort beendet werden. Wir fordern alle Länder, die die Konfliktparteien unterstützen, zur Zusammenarbeit auf. Es gibt keine Alternative zum Frieden“, erklärte der Minister. „Im Rahmen der Initiative ‚Italy for Sudan‘ hat Italien mehr als 130 Tonnen humanitäre Hilfe und über 6 Millionen Euro an Beiträgen für Nothilfemaßnahmen mobilisiert. Wir beabsichtigen, diese Unterstützung weiter auszubauen. Aber wir müssen mit noch mehr Nachdruck daran arbeiten, dringend eine Einstellung der Feindseligkeiten zu erreichen und den Zugang humanitärer Hilfe zur Zivilbevölkerung zu gewährleisten.“

Seit 2023 hat Italien über 33 Millionen Euro für Nothilfemaßnahmen bereitgestellt: 18,5 Millionen zugunsten internationaler Organisationen, die vor Ort tätig sind (IKRK, IFRC, UNHCR, WHO und FAO), sowie 14,65 Millionen für bilaterale Maßnahmen italienischer NGOs. Der Sudan ist ein prioritäres Land für die italienische Entwicklungszusammenarbeit. Die Maßnahmen konzentrieren sich insbesondere auf den Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten, Armutsbekämpfung, wirtschaftliche Entwicklung, Sozialschutz, Menschenrechte, Umwelt und Ernährungssicherheit. Das Gesamtbudget für die Krise im Sudan beläuft sich derzeit auf rund 142 Millionen Euro. Hinzu kommen 7 Millionen Euro, die das AICS-Büro in Addis Abeba für Gesundheitsprojekte verwaltet.

Nach dem Vorbild von „Food for Gaza“ hat Minister Tajani im November des vergangenen Jahres außerdem die Initiative „Italy for Sudan“ ins Leben gerufen. Sie bezieht das gesamte Land ein und umfasst drei Schwerpunkte: lebensrettende Maßnahmen für die vertriebene Bevölkerung, Unterstützung für Flüchtlinge, Aufnahmegemeinschaften und Aufnahmeländer sowie die Förderung der freiwilligen Rückkehr unter sicheren Bedingungen. Im Rahmen dieser Initiative wurden im Jahr 2026 insgesamt 132 Tonnen humanitäre Hilfsgüter bereitgestellt, darunter Lebensmittel und andere Güter. Zudem wurden zwei Beiträge bewilligt: 5 Millionen Euro an die FAO für Projekte zur Stärkung der landwirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit und 1 Million Euro an die IFRC für den Zugang zu Wasser, Notunterkünften und medizinischer Versorgung.

Photos: © Giuseppe Lami / MAECI