Die Italienische Botschaft in Berlin hat zur Präsentation einer Studie der Stiftung MAIRE – ETS zu den Klimazielen (Climate Goals: winning the challenge of climate goals through the creation of skills and competences worldwide) eingeladen, im Rahmen derer seit 2023 die Verbreitung des Klimathemas innerhalb der öffentlichen Debatte in einer Auswahl von Ländern weltweit verfolgt wird. 2026 wurde diese Untersuchung in siebzehn Ländern durchgeführt. An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Gäste teil, darunter Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien.
Nicht zufällig fiel die Wahl der Maire-Stiftung auf Berlin. Denn wie in Indien ist auch in Deutschland das Bewusstsein für die Energiewende am stärksten ausgeprägt: 63 % bzw. 64 % der Bevölkerung geben an, sehr gut über das Thema informiert zu sein. Insbesondere zeichnet sich Deutschland durch einen pragmatischen Ansatz aus und betrachtet die Energiewende sowohl als ökologische Notwendigkeit als auch als Weiterentwicklungschance für die Industrie. Auf diesen Aspekt ging Botschafter Fabrizio Bucci ein. Dabei betonte er, dass die heutige Veranstaltung verdeutlichen soll, „wie Innovation und nachhaltige Prozesse uns dabei helfen können, die Klimaziele zu erreichen und die Energiewende zu bewältigen, ohne unerwünschte sozioökonomische Auswirkungen auf unsere Gesellschaften nach sich zu ziehen“. Seiner Ansicht nach gilt: „Die Vereinbarkeit von industrieller Wettbewerbsfähigkeit und Klimaneutralität ist die entscheidende Herausforderung für die Europäische Union.“
Nach der Begrüßung durch den Botschafter ergriff Ilaria Catastini, General Manager der Stiftung MAIRE – ETS, das Wort und stellte die Forschungsergebnisse im Detail vor. Dabei bestätigte sie die Einschätzung, dass sich der eigentliche Motor der Energiewende von Europa hin zu den Schwellenländern verlagert hat. An der anschließenden Podiumsdiskussion, die von dem Journalisten und ehemaligen Präsidenten des Auslandspresseverbandes in Rom, Maarten van Aalderen, moderiert wurde, nahmen Giuseppe Sachero, Vizepräsident Industrial Solutions bei Siemens Energy, Lucretia Löscher, Energy & Plant Engineering Executive & Vorstandsmitglied sowie Strategie- und KI-Expertin, Dr. Robert Grimm, Director Public Affairs von Ipsos, und Giovanni Sale, Senior Vice President Corporate and Business Strategy der MAIRE-Gruppe, teil. Die Schlussworte sprach der Präsident von MAIRE und der Maire-Stiftung, Fabrizio Di Amato. Er betonte die „Unumkehrbarkeit der Energiewende“, auch weil diese „neue Industriezweige und Unternehmen fördert, Arbeitsplätze schafft sowie veraltete Berufe wiederbelebt“.
Initiativen wie die heutige Veranstaltung unterstreichen die Rolle der Botschaft als echter „Knotenpunkt“ für Dialog und Innovation. In diesem Zusammenhang hat die MAIRE-Stiftung in den Räumen der Botschaft eine Auswahl aus der Ausstellung „Nell’aperto“ des in Deutschland lebenden und arbeitenden Künstlers Antonio Pauciulo gezeigt. Diese umfasste zehn Drucke, welche die Welt der Industrie und die der Kunst miteinander verbinden. Die Werke sind noch bis zum 4. April in den Räumen der ständigen Sammlung zu sehen.
Die Stiftung MAIRE – ETS ist eine Einrichtung des Dritten Sektors und eine Gründung von MAIRE als führender Konzern für technologische Lösungen und die Durchführung komplexer Projekte in den Bereichen Energie und Chemie. Die MAIRE-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für Themen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und Klimawandel durch Studien, Forschungen sowie Bildungs- und Kulturinitiativen zu fördern.
Photos: © Dario-Jacopo Laganà