Der Sonderbeauftragte für den Wiederaufbau der Ukraine des italienischen Außenministeriums, Davide La Cecilia, hat am Dienstag, dem 19. Mai, in Berlin an der im Auswärtigen Amt organisierten Ukraine-Energiekonferenz „Energy security – lessons from Ukraine“ teilgenommen. Die Veranstaltung wurde von Außenminister Johann Wadephul und dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Energieminister der Ukraine, Denys Shmyhal, eröffnet und befasste sich eingehend mit dem Thema der Widerstandsfähigkeit der Energiesysteme im aktuellen internationalen Kontext vor dem Hintergrund des weiterhin andauernden Konflikts in der Ukraine und der Sperrung der Straße von Hormus.
In seiner Rede wies Wadephul darauf hin, dass die europäischen Länder im aktuellen internationalen Kontext neben strategischer Autonomie auch Energieunabhängigkeit anstreben müssen. In diesem Sinne hilft uns die Erfahrung der ukrainischen Bevölkerung, die vier Winter im Krieg überstanden hat, zu begreifen, dass neben kurzfristigen Maßnahmen zur Dezentralisierung der Energieversorgung auch der Übergang zu sichereren Versorgungsquellen gestärkt werden muss. Gerade in dieser Phase, so der Bundesminister abschließend, gewinne die Widerstandsfähigkeit im Energiebereich an strategischem Wert.
La Cecilia, der von der Botschaft in Berlin begleitet wurde, nahm an der Sitzung der G7+-Koordinierungsgruppe für die Unterstützung der Ukraine im Energiebereich teil, im Hinblick auf das Ministertreffen am 24. Juni in Danzig am Rande der Ukraine Recovery Conference 2026. In Vorbereitung auf dieses Treffen traf der Sonderbeauftragte des italienischen Außenministeriums auch mit dem Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Niels Annen, sowie mit Vertretern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der KfW Entwicklungsbank zusammen, um mit den deutschen Partnern über die Beteiligung der jeweiligen Industriesysteme an der für den 25. und 26. Juni in Danzig geplanten Ukraine Recovery Conference zu beraten.