Heute endet der Besuch des stellvertretenden italienischen Außenministers Edmondo Cirielli in Berlin. Im Rahmen des Besuchs traf der Vizeminister zu bilateralen Gesprächen mit der Staatsministerin im Auswärtigen Amt Serap Güler und dem Staatssekretär des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Niels Annen zusammen. Mit einem Schwerpunkt auf gemeinsamen Prioritäten in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Migrationssteuerung – unter besonderer Berücksichtigung Afrikas, der Sahelzone und des Nahen Ostens – trägt der Besuch zur Stärkung des bilateralen Dialogs bei, die anlässlich der Regierungskonsultationen am 23. Januar dieses Jahres angekündigt wurde.
Im Laufe der Gespräche betonte Vizeminister Cirielli die zentrale Bedeutung Afrikas als strategische Priorität der italienischen Außenpolitik und Zusammenarbeit, im Einklang mit dem Mattei-Plan und dem Rom-Prozess zu Entwicklung und Migration. Darüber hinaus bekräftigte er die Bereitschaft Italiens, die für die Entwicklungszusammenarbeit vorgesehenen Mittel grundsätzlich stabil zu halten und gemeinsame italienisch-deutsche Projekte in Bereichen von gemeinsamem Interesse zu fördern. Beide Seiten waren sich einig, dass Ansätze, die auf reinen Hilfsmaßnahmen beruhen, überwunden werden müssen und stattdessen Konzepte bevorzugt werden sollten, die auf nachhaltige Entwicklung, die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Stärkung öffentlich-privater Partnerschaften ausgerichtet sind.
Am Rande der institutionellen Termine besuchte der Vizeminister die internationale Messe Fruit Logistica. Auf der weltweit wichtigsten Fachmesse für den Obst- und Gemüsesektor sowie die damit verbundene Logistik traf er zahlreiche italienische Unternehmen und besuchte den Stand der ICE-Agentur. In seiner Rede im Rahmen der Veranstaltung in der Italienischen Botschaft zu den Herausforderungen des Obst- und Gemüsesektors unterstrich Vizeminister Cirielli dessen strategische Rolle sowohl aus wirtschaftlicher Sicht als auch als identitätsstiftendes Element der italienischen Produktion in der Welt.
Photo: © Dario-Jacopo Laganà