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Zum Tag der italienischen Forschung in der Welt: Treffen italienischer und deutscher Wissenschaftler in der Botschaft (23.04.2026)

Quantum – Research, Industry and the Arts

Mit den „Stati generali della Ricerca italiana“ in Deutschland und einer Veranstaltung zum Thema Quantentechnologien feierte die Italienische Botschaft den neunten Tag der italienischen Forschung in der Welt.

Die Botschaft feierte den Tag der italienischen Forschung in der Welt mit zwei Events. Den Anfang machten die „Stati Generali della Ricerca Italiana“ in Deutschland, um eine Bestandsaufnahme der Situation, Rolle und Perspektiven der italienischen Wissenschaftsgemeinschaft vorzunehmen. Dabei mündeten Analysen sowie kritische Punkte in operative Vorschläge und gemeinsame politische Leitlinien. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit den beiden Verbänden italienischer Forscher in Deutschland, dem Scienziati Italiani in Germania Network (SIGN) in Berlin und dem Forum Accademico Italiano (FAI) in Köln, durchgeführt. Anschließend richtete sich der Fokus auf Quantentechnologien unter dem Motto „Quantum Research, Industry and the Arts“.

In Deutschland leben etwa 15.000 Studierende, 5.800 Forscher und 350 Professoren aus Italien. Diese bezeichnete Botschafter Fabrizio Bucci bei der Eröffnung der Stati Generali als „ein menschliches, kulturelles und strategisches Kapital von außerordentlicher Bedeutung für das Land“, und fügte hinzu: „Wichtig ist, dass dieses Potential nicht sich selbst oder allein den Entwicklungen des Einzelnen überlassen bleibt, sondern dass Gelegenheiten zur Koordination, zum gegenseitigen Zuhören und zum Dialog mit den Institutionen gefunden werden.“

Ein Ziel der Stati Generali ist die Schaffung von Instrumenten, welche die Zusammenarbeit zwischen Italien und Deutschland in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Hochschulbildung noch effizienter machen. Zu diesem Zwecke gliederten sie sich in zwei Teile: Der erste Teil befasste sich mit dem „Forschungs- und Kooperationsökosystem Italien–Deutschland“, der zweite mit „Wissenschaftsbereichen, Innovation und kultureller Aufwertung“. An der ersten Sitzung, die von Vito Gironda von der Universität Bielefeld und Präsident des Forum Accademico Italiano (FAI) moderiert wurde, nahmen folgende Persönlichkeiten teil: Mara Thiene, Prorektorin der Universität Padua, Matteo Alvaro, Prorektor der Universität Pavia, Francesca Toma, Direktorin des Institute of Functional Materials for Sustainability am Helmholtz-Zentrum Hereon, und Marzia Traverso, Direktorin des Institute of Sustainability in Civil Engineering der Universität Aachen.

An der zweiten Podiumsdiskussion, die von Gianaurelio Cuniberti von der Technischen Universität Dresden und Präsident der Vereinigung italienischer Forscher in Deutschland (SIGN) moderiert wurde, nahmen Giorgio Metta, wissenschaftlicher Direktor des Italienischen Instituts für Technologie, Paolo Pavan, Vizerektor der Universität Modena und Reggio Emilia, Tommaso Calarco, Direktor des Institute for Quantum Control in Jülich, Claudia Crocini von der Abteilung für Kardiologie der Charité sowie Elisa Ferrando May, Chief Enabling Technology Officer am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg, teil.

In seiner Eröffnungsrede wies der Botschafter auf die strategische Bedeutung der Forschung hin: „In einer historischen Phase, in der die Wettbewerbsfähigkeit von Ländern zunehmend von der Fähigkeit abhängt, Wissen zu generieren, Talente anzuziehen, Forschungsinfrastrukturen aufzubauen und ausgehend von wissenschaftlicher Exzellenz wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entfaltung zu generieren, kommt der Zusammenarbeit zwischen Italien und Deutschland eine ganz besondere Bedeutung zu.“

Im Rahmen der Veranstaltung „Quantum: Research, Industry and the Arts“ präsentierten drei Redner ihre Keynotes: Professorin Christiane Koch von der Freien Universität Berlin und Leiterin der Quantum Dynamics and Control Group, Professor Fabio Sciarrino, Direktor des Quantum Information Lab der Universität „La Sapienza“ in Rom, und schließlich Bettina Kames, CEO der LAS Art Foundation in Berlin. Diese neuen Technologien stehen auch im Mittelpunkt spezifischer europäischer Programme: Im Juli 2025 beschloss die Europäische Kommission ihre Strategie „Quantum Europe“, und voraussichtlich wird 2026 ein „Quantum Act“ von der Kommission angenommen und 2027 vom Parlament und vom Rat verabschiedet.

Am 22. April feierte Italien den neunten Tag der italienischen Forschung in der Welt. Am 22. April 1909 wurde Rita Levi-Montalcini geboren, die 1986 den Nobelpreis gewann und als erste Italienerin diese Auszeichnung im Bereich der Wissenschaft erhielt. Im Mittelpunkt des diesjährigen Events standen vier Hauptthemen: die multilaterale wissenschaftliche Kooperation in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum in Triest, das Vermächtnis des kürzlich verstorbenen Prof. Antonino Zichichi, die italienischen Polarexpeditionen, auch im Gedenken an den hundertsten Jahrestag der Expedition von Umberto Nobile, sowie die Aktivitäten zur Förderung der italienischen Kandidatur als Standort für die Infrastruktur des Einstein-Teleskops am sardischen Sos Enattos.

 

Credit Foto: Tobias Bohm