Italien und Deutschland sind beide Gründungsmitglieder der Europäischen Union und gehören gemeinsam der Eurozone an. Die transatlantische Verbindung der NATO hat in der Vergangenheit weitere wichtige Gründe für die Zusammenarbeit geliefert. Die Treffen und die Zusammenarbeit zwischen den Regierungen beider Länder und ihren Institutionen sind sehr intensiv und zeigen eine weitgehende Übereinstimmung der Ansichten in zahlreichen Fragen. Die letzten deutsch-italienischen Regierungskonsultationen fanden am 23. Januar 2026 in Rom statt.
Aus wirtschaftlicher Sicht ist Deutschland seit jeher der wichtigste Handelspartner unseres Landes. Den Höchststand erreichte der Handelsaustausch im Jahr 2022 mit 167,2 Milliarden Euro, während er sich 2025 auf 157,7 Milliarden Euro (+2,6 % gegenüber 2024 – Daten des ISTAT) belief. Die Wirtschaftskrise in Deutschland in den Jahren 2023 und 2024 führte für unser Produktionssystem zu einem Verlust von rund 4,2 Milliarden Euro bei den Exporten (von 74.727 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf 70.532 Milliarden Euro im Jahr 2024). Aufgrund eines Anstiegs des Handelsvolumens um 2,6 % sowie der italienischen Exporte auf 72,1 Milliarden Euro (+2,3 % gegenüber 2024, Daten des ISTAT) besserte sich die Situation jedoch 2025. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die italienischen Exporte nach Deutschland gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,8 % auf über 38 Milliarden Euro an, während die Importe aus Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 6,1% deutlicher zulegten und einen Wert von über 45 Milliarden Euro erreichten. Insgesamt stieg der Handelsaustausch zwischen Italien und Deutschland im ersten Halbjahr 2026 um 4,1 % auf über 85 Milliarden Euro.
In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 war Italien das siebte Lieferland und der fünfte Abnehmer Deutschlands mit Marktanteilen von 5,1 % bzw. 5,4 %. Dies entspricht dem Stand von 2025, als Italien unter den Lieferländern ebenfalls an siebter Stelle stand und an fünfter unter den Abnehmern Deutschlands mit Marktanteilen von 5,2 % bzw. 5,3 %.
Die Warenstruktur unserer Exporte konzentriert sich hauptsächlich auf: unedle Metalle und Metallprodukte (16 %), Transportmittel (14,3 %), Maschinen und Geräte (13,1 %) sowie Lebensmittel, Getränke und Tabak (11,5 %). Auf der Importseite sind die wichtigsten Warengruppen: Transportmittel (18,8 %), Maschinen und Geräte (12,2 %), chemische Stoffe und Erzeugnisse (11 %) sowie unedle Metalle (11 %).
Italienische Unternehmen, die an der Entwicklung solider und langfristiger Geschäftsbeziehungen mit Deutschland interessiert sind, haben daher äußerst günstige Rahmenbedingungen. Dies gilt auch für etablierte Unternehmen und italienische Start-ups, die zunehmend auf dem deutschen Markt präsent sind.