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01.10.2021: Generali erhält den Premio Mercurio 2021 für Transformations- und Wachstumsstrategien in der Versicherungsbranche in Deutschland und Europa

Die deutsch-italienische Wirtschaftsvereinigung MERCURIO hat den Premio Mercurio 2021 an Generali verliehen. Das Unternehmen ist einer der größten Global Player in der Versicherungsbranche und einer der führenden Anbieter in Deutschland und hat sich durch seine Transformationsstrategien ausgezeichnet, die für Wachstum auf dem deutschen Versicherungsmarkt und in Europa gesorgt haben. Dadurch wurde auch ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien geleistet.

Nach einem Jahr pandemiebedingter Zwangspause wird der traditionelle Preis, der seit mehr als zwanzig Jahren von der deutsch-italienischen Wirtschaftsvereinigung MERCURIO mit Sitz in Düsseldorf für Investitions- und Kulturprojekte zwischen Deutschland und Italien vergeben wird, erneut verliehen. Die Preisverleihung findet in der italienischen Botschaft in Berlin in Anwesenheit von seiner Exzellenz dem italienischen Botschafter Armando Varricchio und Vertretern der ausgezeichneten Unternehmen unter Einhaltung der Anti-Corona-Regeln statt.

Seine Exzellenz der italienische Botschafter Armando Varricchio kommentierte die Nachricht wie folgt: „Die Investitionen italienischer Unternehmen in Deutschland, mit einem Gesamtvolumen von mehr als 37 Milliarden Euro, sind ein wichtiger Faktor für langfristige Entwicklung. Wir freuen uns daher ganz besonders, die Verleihung des Premio Mercurio in der Botschaft auszurichten. Denn dieser Preis unterstreicht die Fähigkeit italienischer Unternehmen, ihre Präsenz in einem Land wie Deutschland, unser weltweit wichtigster Wirtschaftspartner, dauerhaft zu festigen”.

Der Präsident von MERCURIO Eckart Petzold fügte hinzu: „Die Aufgabe des Mercurio-Preises besteht darin, die starke historische Verbindung zwischen der italienischen und der deutschen Wirtschaft zu unterstreichen. Die diesjährige Preisverleihung hat eine besondere Bedeutung: Sie zeigt, dass die wirtschaftlichen und industriellen Beziehungen zwischen den beiden Ländern nicht nur der harten Bewährungsprobe der Pandemie standgehalten haben, sondern auch dazu beigetragen haben, die Mechanismen der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union zu stärken und ein Wachstum auf europäischer Ebene zu schaffen“.

 

Der Premio Mercurio 2021 geht an Generali

für die Umsetzung von strategischen Maßnahmen zur Umgestaltung und zum Wachstum der Versicherungsbranche in Europa.

Im Dezember 1831 in Triest gegründet ist die Generali seit 1837 in Deutschland vertreten. Die Generali Deutschland hat Beitragseinnahmen von 14,4 Milliarden Euro, über 100 Milliarden Euro an verwaltetem Vermögen und beschäftigt rund 10 Tausend Mitarbeiter. Seit 2015 hat die Generali Deutschland dank des tiefgreifenden Wandels, den das Management im Land durchgesetzt hat, ihre Wettbewerbsposition auf dem Markt deutlich verbessert, indem sie sich auf operative Effizienz und profitables Wachstum konzentriert und einen starken Fokus auf Innovation mit der Einführung einzigartiger Produkte auf dem Markt setzt. Die Generali ist in Deutschland, dank der globalen Initiative The Human Safety Net, auch im sozialen Bereich sehr aktiv. Diese zielt auf die Entwicklung von Start-ups ab, die von Flüchtlingen und benachteiligten Familien gegründet wurden und gehörte in den letzten Jahren auch zu den Protagonisten des jährlichen Bürgerfestes des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland.

2021 jährt sich die Gründung der Assicurazioni Generali zum 190. Mal. Die Gruppe hat beschlossen, dieses Jubiläum zu feiern, indem sie ein greifbares und dauerhaftes Zeichen der Verbundenheit mit den Gebieten in denen sie geboren und aufgewachsen ist, hinterlässt. So hat die Generali im vergangenen Februar „Fenice 190“, einen Investitionsplan in Höhe von 3,5 Milliarden Euro, angekündigt, um die Erholung der von Covid-19 betroffenen europäischen Volkswirtschaften zu unterstützen – beginnend in Italien, Frankreich und Deutschland und anschließend in allen europäischen Ländern, in denen die Generali während der fünfjährigen Laufzeit des Plans tätig ist. Fenice 190 festigt die außerordentlichen Initiativen, die im Jahr 2020 zur Bekämpfung der Auswirkungen der Pandemie gestartet wurden. Dazu gehören Investitionen zur Unterstützung von KMU und der Realwirtschaft, die bereits das festgelegte Ziel von 1 Mrd. € übertrafen. Zusätzlich zu diesem anfänglichen Betrag verpflichtet sich Generali in den nächsten fünf Jahren zu einer jährlichen Investition von 500 Mio. € für nachhaltiges Wachstum durch internationale Investitionsfonds mit den Schwerpunkten Infrastruktur, Innovation und Digitalisierung, KMU, grüner Wohnungsbau, Gesundheitseinrichtungen und Bildung.

 

Die Mercurio-Sonderauszeichnungen 2021:

“Robotik für die Smart Factory” an Comau

für ihr Engagement, integrierte Lösungen für die Zukunft der Automobilbranche in Europa und weltweit zu entwickeln.

Comau, ein Unternehmen von Stellantis, ist ein weltweit führender Anbieter industrieller Automatisierungslösungen und -systeme. Zum umfangreichen Portfolio gehören Technologie und Systeme für die Fertigung von Elektro-, Hybrid- und herkömmlichen Fahrzeugen, Industrieroboter, kollaborative und tragbare Roboter, selbststeuernde Logistiklösungen, spezielle Bearbeitungszentren sowie vernetzte digitale Dienstleistungen und Systeme, um Maschinen- und Prozessdaten zu übermitteln, auszuarbeiten und zu analysieren. In Deutschland ist Comau bereits seit über 25 Jahren mit zwei Standorten präsent; sein Portfolio umfasst fortschrittliche Technologien, darunter die Robotik und integrierte Lösungen für die Automobilindustrie sowie zahlreiche andere Sektoren. Im vergangenen Juli stellte das Unternehmen zusammen mit Siemens die Comau Next Generation Programming Platform vor: Eine innovative Lösung, die die Roboterprogrammierung dank der vollständigen Integration von Comau-Robotern und der Simatic Robot Library von Siemens vereinfacht und es den Unternehmen ermöglicht, ihre Effizienz und Produktivität zu steigern und die für die Automatisierung von Anlagen erforderliche Zeit und Kosten zu sparen.

 

“Innovation und Nachhaltigkeit in der Stahlindustrie” an den Feralpi-Konzern

für ihr Engagement, neue Modelle der Kreislaufwirtschaft in Europa und weltweit zu entwickeln.

Der Feralpi-Konzern ist einer der führenden Stahlhersteller Europas, der sich auf die Herstellung von Stählen für den Bausektor als auch für Spezialanwendungen spezialisiert hat. Das 1968 in Lonato del Garda (Brescia) gegründete Mutterunternehmen Feralpi Siderurgica ebnete mit seiner Entwicklung den Weg für eine internationale Gruppe, die vor und nach der Produktions- und Vertriebskette diversifiziert und vertikalisiert ist. Der Feralpi-Konzern erstellt seit 2004 Nachhaltigkeitsbilanzen und seit 2019 die freiwillige nichtfinanzielle Konzernerklärung und integriert ESG-Strategien (Environment, Social, Governance) in den industriellen Entwicklungsplan. Feralpi Stahl, eine Subholding mit Sitz in Riesa (Sachsen), vereint einen Pool europäischer Unternehmen, der die große deutsche Stahltradition in den Dienst der Gruppe stellt: Von der Stahlproduktion über die Kaltverarbeitung bis hin zur Logistik, setzt Feralpi Stahl die Politik der sozialen Verantwortung der Gruppe gegenüber der Umwelt und den Menschen um. So ist das Stahlwerk Riesa seit 2012 ununterbrochen nach EMAS zertifiziert, dem wichtigsten Umweltsiegel der EU, das an Unternehmen vergeben wird, die sich aktiv für die Bewertung und Verbesserung ihrer Umweltleistung einsetzen und dabei über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.

 

“Nachhaltigkeit in der intermodalen Logistik” an HHLA PLT Italy S.r.l.

für die europäische Allianz zur Schaffung eines nachhaltigen Logistikknotenpunkts.

HHLA (Hamburger Hafen und Logistik) ist ein führendes europäisches Hafen- und Logistikunternehmen, dessen Aktivitäten über den Hamburger Hafen hinaus in viele Teile Europas reichen. Es entwickelt mit seinen Kunden logistische und digitale Knotenpunkte für die maritimen und kontinentalen Verkehrsströme der Zukunft und setzt dabei auf innovative Technologien und nachhaltige Lösungen. Die angekündigte Übernahme von 50,01 Prozent durch die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) am Multifunktions-Terminal „Piattaforma Logistica Trieste” (PLT) im italienischen Seehafen Triest wurde zum 7. Januar 2021 vollzogen. Die Umschlaganlage firmiert unter dem Namen HHLA PLT Italy und hat im März 2021 den Betrieb aufgenommen. Die Terminalanlage von HHLA PLT Italy liegt innerhalb der Freihafenzone von Triest und verfügt über eine Gesamtfläche von 27 Hektar. Im Süden entsteht das neue Herzstück des Terminals: An dem neu erschlossenen Areal am seeschifftiefen Wasser sollen künftig Container- und RoRo-Verkehre abgefertigt werden. Die Adria-Region hat sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt. Als nördlichster Hafen im Mittelmeer ist Triest das südliche Tor für Zentral- und Osteuropa. Die HHLA positioniert sich mit HHLA PLT Italy in einem wachstumsstarken Markt, der gute Entwicklungsmöglichkeiten bietet, um an neuen und sich verändernden Ladungsströmen zu partizipieren und diese aktiv mitzugestalten.

 

“Materials Science and Nanotechnology Excellence” an Prof. Dr. Gianaurelio Cuniberti der TU Dresden

für wissenschaftliche Verdienste und die Förderung des akademischen und wirtschaftlichen Austauschs in Europa.

Prof. Dr. Cuniberti wurde in Genua (Italien) geboren und ist seit 2007 Inhaber der Professur für Materialwissenschaft und Nanotechnik an der TU Dresden und Co-Direktor des Max Bergmann Center of Biomaterials in Dresden. Er ist der Gründer des Dresden Center for Computational Materials Science (DCMS) und seit 2013 dessen wissenschaftlicher Leiter. Prof. Dr. Cuniberti ist ferner Honorarprofessor an der POSTECH – Pohang University of Science and Technology (Korea) sowie an der University of Alabama (USA) und der Shanghai Jiao Tong University (China). Im Jahr 2018 wurde er Professor des ersten Transcampus, der privilegierten Partnerschaft zwischen der TU Dresden und dem King’s College London. Prof. Dr. Cuniberti ist gewähltes Mitglied der European Academy of Sciences (EurASc) und der Academia Europaea, den beiden renommiertesten wissenschaftlichen Akademien Europas. Prof. Dr. Gianaurelio Cuniberti hat grundlegende Beiträge zu verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen der Nanotechnologie und der Materialwissenschaften geleistet, die z.B. für die Verwirklichung der Digitalisierung des Geruchssinns von großer Bedeutung sind. Seine Forschungstätigkeit ist international durch mehr als 430 wissenschaftliche Artikel anerkannt und seine Anwendungen wirken sich auf die Kommerzialisierung von Patenten und die Gründung von High-Tech-Start-ups aus. Zwei davon, die bereits aus dieser Phase im Rahmen eines Exits herausgewachsen sind, wurden von Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie und Robotik übernommen.

 

Premio Mercurio – Der Deutsch-Italienische Wirtschaftspreis Premio Mercurio wird seit 1999 für bedeutende Initiativen im Bereich des wirtschaftlichen und kulturellen Austauschs zwischen Deutschland und Italien vergeben. Die Jury entscheidet nach insgesamt sieben Kriterien, wie zum Beispiel: Schaffung/Sicherung von Arbeitsplätzen, Wachstum, Nachhaltigkeit und Know-how-Transfer. Die Preisverleihung findet im Kreise deutscher und italienischer Unternehmer, bedeutender Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens beider Länder und von Vertretern der Presse im Rahmen eines Festaktes statt. Hier die Liste der Preisträger der letzten Jahre.

MERCURIO e. V. ist eine bundesweite Vereinigung mit Hauptsitz in Düsseldorf. Gegründet 1988 auf Veranlassung der Italienischen Agentur für Außenhandel (ICE) und des italienischen Generalkonsulats Köln steht der Verein unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Italienischen Republik. MERCURIO bietet allen an den deutsch-italienischen Wirtschaftsbeziehungen interessierten Institutionen und Unternehmen sowie deren Führungskräften eine einzigartige Networking-Plattform für den Austausch von Erfahrungen und Informationen. Exklusive Veranstaltungen zu aktuellen und relevanten Wirtschaftsthemen, Berichte über Firmenerfahrungen und Lifestyle-Abende bilden den Rahmen, der es den MERCURIO-Mitgliedern ermöglicht, ihre Kenntnisse über die deutsch-italienischen Wirtschaftsbeziehungen zu vertiefen und zu vervollständigen und somit Verständnis für bilaterale Schlüsselereignisse und Zusammenhänge zu entwickeln.

Die Mitglieder der Jury für die Vergabe der Auszeichnungen: Jörg Buck (Camera di Commercio Italo-Germanica di Milano – AHK Italien), Davide Campagnari (Iseo), Thomas Fricke (IMA), Giacomo D’Ignazio (LUX Automation), Andreas Kipar (LAND), Christiane Liermann (Villa Vigoni), Marcello Mariucci (Elettronica), Eliomaria Narducci (Camera di Commercio Italiana per la Germania – ITKAM), Federico Panichelli (Bonfiglioli), Tommaso Pedicini (WDR, Radio Colonia), Eckart Petzold (MERCURIO, Luther), Marina Tedeschi (Marina Tedeschi PE), Christian Vonderreck (HSMV)

 

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