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Teilnahme von Minister Tajani am Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen am Samstag, dem 25. November

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Auch das italienische Außenministerium hat sich an der Sensibilisierungskampagne der Vereinten Nationen zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen beteiligt. Am Samstag, dem 25. November, um 18.15 Uhr war Außenminister Antonio Tajani bei einer Veranstaltung auf dem Vorplatz des Palazzo della Farnesina – Sitz des italienischen Außenministeriums – zugegen, welcher eigens zu diesem Zweck feierlich beleuchtet wurde.

„Die Farnesina wird in Orange erstrahlen, um ein starkes Signal der Aufmerksamkeit zu setzen und erneut alle Arten von Gewalt gegen Frauen entschieden zu verurteilen. Dieses abscheuliche Verbrechen stellt eine der schwersten und weltweit am weitesten verbreiteten Formen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten dar: Jede Stunde werden fünf Frauen im häuslichen Bereich getötet, während jede dritte Frau Opfer von physischer oder psychischer Gewalt oder von Missbrauch und Ausbeutung ist, sagte Tajani.

Gewalt gegen Frauen ist eine Plage, die leider auch unser Land betrifft. Als Stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Auswärtige Angelegenheiten habe ich beschlossen, dem Gedenken an Giulia Cecchettin, deren Ermordung unser Land erschüttert hat, das bedeutendste, vom italienischen Außenministerium geförderte Stipendienprogramm ‚Invest Your Talent in Italy‘ zu widmen. Dieses Programm richtet sich an die besten ausländischen Köpfe aus 17 Schwerpunktländern, die sich für ein Ingenieur-, Wirtschafts- oder Architekturstudium in Italien interessieren,“ erklärte Tajani weiter.

Auf Anweisung des Stellvertretenden Ministerpräsidenten beteiligen sich die Farnesina und ihr Netzwerk im Ausland an der Kampagne „Orange the World“, mit der 16 Tage lang Initiativen Seite an der Seite mit der Zivilgesellschaft gestartet werden. Die Kampagne mit dem Titel „UNITE! Invest to prevent violence against women and girls” setzt sich als Schwerpunkt die Förderung von Investitionen und finanziellen Mitteln zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt und hat darüber hinaus ein weiteres ehrgeizigeres Ziel: den 25. eines jeden Monats zum „Orange Day“ zu erklären, um die öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema zu verstärken und aufrechtzuerhalten.

In bewaffneten Konflikten sowie in jeder Notsituation ist die Lage von Frauen und Mädchen besonders prekär, und sie sind am stärksten gefährdet. Angesichts dieser alarmierenden Daten verurteilt Italien erneut auf das Schärfste alle Formen von Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen.

Die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und die Unterstützung der Emanzipation von Frauen zählen zu den Säulen der italienischen Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Ein Beweis für dieses Engagement sind die zahlreichen internationalen Kampagnen (z.B. Einstellung der Verstümmelung weiblicher Genitalen und der Früh-/Zwangsverheiratung), bei denen Italien immer an vorderster Front stand, sowie das Engagement Italiens in der UN-Frauenrechtskommission. Auch im Rahmen der UN-Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ steht Italien an der Spitze der internationalen Gemeinschaft, sowohl bei der Förderung von Initiativen zur Stärkung der Rolle von Frauen bei der Konfliktprävention und -beilegung sowie beim Wiederaufbau nach Konflikten als auch durch den Vierten Nationalen Aktionsplan 2020-2024.

Darüber hinaus beteiligt sich Italien an den UNIDO-Programmen zur Förderung des Unternehmertums von Frauen in der MENA-Region und ist stolzer Unterstützer des Netzwerks der Mediatorinnen des Mittelmeerraums sowie des Gender Equality Trust Fund – Affirmative Finance Action for Women in Africa (AFAWA). Die jüngsten Leitlinien für die italienische Zusammenarbeit im Bereich der Gleichstellung der Geschlechter und der Stärkung von Frauen und Mädchen zielen darauf ab, unser Engagement durch spezifische Initiativen weiter zu verstärken. Diese reichen von Frauen- und Mutter-Kind-Gesundheit sowie von sexueller und reproduktiver Gesundheit über die Unterstützung von Programmen zur Förderung der Bildung von Mädchen und Frauen bis hin zu Projekten zur Entwicklung des Unternehmertums von Frauen.

Die Planung und Umsetzung wirksamer politischer Maßnahmen auf internationaler Ebene sind auch für die vollständige Verwirklichung des fünften Ziels für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, des EU-Aktionsplans für Menschenrechte und Demokratie 2020-2024 und der EU-Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter 2020-2025 entscheidend.